Gartenteich-Anlage selbst erstellt – Zwei Gartenteiche mit einem Mini-Bachlauf verbunden – Passende Teichtechnik verhindert Algenbildung

Dies ist ein Gastbeitrag von Teichreportleser Ulrich R., der im Selbstbau eine tolle Teichanlage erstellt hat. Mit der passenden Teichtechnik und geschickter Teichpflege hat er relativ wenig Arbeit mit seinem Gartenteich.

Da macht es Spass bei einem „Absacker“ das quirlige Teichleben von der Terrasse aus zu beobachten…


Unsere selbst gebaute Gartenteichanlage – von Ulrich R.

Wir haben seit vielen Jahren eine Teichanlage in unserem Garten – seit vielen Jahren auch fast vollkommen frei von Algen, ohne zusätzliche Teichpflegemittel!!!

Passende Teichtechnik sorgt für klares Teichwasser

Feststellen mußten wir, daß in erster Linie eine gute mechanische Filterung des Teichwassers vollkommen ausreichend ist (*ggg* natürlich wird der regelmäßig gereinigt). So haben wir z.B. jetzt in der kalten Jahreszeit immer noch (zumindest) unseren Skimmer laufen.

Das hat auch den Vorteil, daß sich seltener bzw. weniger Eis auf dem Wasser bildet UND dadurch auch „Faulgase“ leichter entweichen können. – Auch ein guter Schutz für unsere Fische.


gartenteich ramseger im winter
Die fast zugefrorene Gartenteichanlage von oben


Beide Teiche sind durch einen „Mini“-Bach verbunden und das Wasser wird vom unteren Teich über einen Oase-Filter in den oberen gepumpt. Ebenso wird das Wasser im „unteren“ Teich noch extra durch den Skimmer über einen zweiten Filter gereinigt.

Der obere Filter ist ein Oase Biotec 10.1, der untere ist dessen Vorgängermodell. Beide Filter sind mit UV-C Röhren ausgestattet.


gartenteich im winter mit schnee
Der „ untere“ Teich im Winter

Algenplagen haben wir fast gar keine. Allerdings laufen die Filter auch das ganze Jahr hindurch…

Wir brauchen so natürlich ein „wenig“ mehr Strom als normal. Doch lohnen tut sich das allemal. Schon weil wir so keinerlei Teichpflegemittel benötigen.


gartenteichanlage ramseger im sommerDie Teichanlage im Sommer bei voller Blütenbracht


Perfekte Pumpenregulierung durch Fernbedienung

Die Teiche existieren übrigens schon mehr als 15 Jahre. Als Pumpen verwenden wir auch von Oase zwei Aquamax-Pumpen sowie eine Nautilus zum „Abpumpen“ falls das sommerliche Regenwetter zu stark wird. Alle Pumpen lassen sich mit Hilfe der Oase-Steuerung auch aus unserem Hausinneren (Wintergarten) ab-/anschalten bzw. der Skimmer in der Leistung auch reduzieren…

Teichpflege im Herbst

Natürlich pflegen wir die Teiche hin und wieder: im Herbst kommen immer Netze gegen das Laub über die Teiche. Und alle 2, 3 Jahre gehen wir mal mit dem Pondovac-3 Sauger an den Teichgrund. Das aber erscheint mir eher eine „Alibifunktion“ zu sein – wozu haben wir vor einigen Jahren das Teil (gebraucht) sonst angeschafft…

Aber wie gesagt: Algenprobleme haben wir überhaupt nicht…

Teichanlage im Selbstbau erstellt

Im übrigen handelt es sich bei den Teichen um reinen „Selbstbau“, mit anderen Worten: nur die Schwerstarbeit, also das Ausschachten der Teichgruben wurde von einem Gärtner geleistet.

Alles andere haben wir selber gemacht:

  • Boden mit Sand ausgleichen
  • verlegen der „Unterfolie“
  • verlegen der Teichfolie
  • Natursteinpflasterung im Zementbett des Teichrandes
  • Bau des Wasserfalls
  • Bepflanzung

gartenteichanlage expertenblickSelbst ausgewiesene Teichexperten sind sehr zufrieden..


Die einzige größere Arbeit an den Teichen ist inzwischen: man muß sich ab und an einmal aufraffen und einige zu groß gewordene Pflanzen reduzieren bzw. beschneiden (besonders die Seerosen).

Wir haben – besonders im Sommer – viel Freude mit unserer Anlage. So sitzen wir gerne auf der unteren Terrasse bei einem „Absacker“ und beobachten das Teichleben…

Mit freundlichen Grüßen

Ulrich R.


Ich danke Herrn Ulrich R. für die schönen Bilder und seine Erlaubnis, diesen Beitrag in Teichreport’s Blog zu veröffentlichen.

Jürgen Saladin www.teichreport.de


Nachtrag von Ulrich R.:

Gestern waren unsere 1x jährlich für eine 1/2 Stunde kommenden Teichbesucher wieder da:


gartenteichanlage teichbesucher enten


gartenteichanlage teichbesucher ente


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„Ich habe wieder einen wunderbar klaren Teich“ – Teichreportleserin Sybille Kinne erfreut uns mit einem Spaziergang durch Ihre wunderbare Teichlandschaft…

Dies ist ein Gastbeitrag von Teichreportleserin Sybille Kinne, die sich über neue Bewohner in Ihrem Gartenteich wundert, seit Sie wieder fast bis auf den Teichboden (tiefste Stelle 1,30 mtr.) sehen kann!


Hallo Herr Saladin,

vor einer Woche habe ich meiner grünen, trüben „Brühe“ OptiLake zugesetzt. Das warten hat sich gelohnt!!!!!!!!!!!!!!

Ich habe wieder einen wunderbar klaren Teich! Ich hoffe, ich kann Sie mit meinem kleinen Spaziergang durch meine OASE etwas erfreuen, lehnen Sie sich zurück und genießen Sie mal schöne Fotos (heute gemacht) von zufriedenen „Kunden“!



Ich kann wieder sehen was unter den Seerosenblättern wächst, sehe wie die Schnecke über die Steine wandert, wie die Frösche in großen Zügen durch das Wasser schwimmen und wie die Krebse nachts auf Beutesuche gehen!





Da ich bei diesem klaren Teichwasser wieder bis fast auf den Boden an der tiefsten Stelle sehen kann (1,30m) entdecke ich natürlich immer wieder neue Bewohner. Wissen Sie was das auf den Bildern unten mal werden könnte? Ist jetzt ungefähr 7 cm lang.




Habe schon ein wenig recherchiert, könnte ein Kammmolch sein????????????? Das wäre ja großartig!









….und noch was, mein Teich ist nach der Behandlung mit den Lavarisprodukten einfach klasse. Das Wasser ist klar, es ist nicht mehr braun, keine Algen. Ich habe es schon vielen Teichbesitzern weiter empfohlen!

Viele Grüße aus Potsdam

Sybille Kinne



Ich danke Frau Kinne für die schönen Bilder und ihre Erlaubnis, diesen Beitrag in Teichreport’s Blog zu veröffentlichen.

Jürgen Saladin www.teichreport.de


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GFK-Teichbecken vom Nachbarn – Gartenteich oder „Überdimensioniertes Aquarium?

Dies ist ein Gastbeitrag von Teichreportleser Peter Mayer, der sich gar nicht so richtig als „Teichbesitzer“ fühlt, sich aber trotzdem sehr viel Mühe mit seinem „überdimensioniertem Aquarium“ (Teichvolumen 1,5 m³) im Vorgarten gibt!


Kleiner Teichbericht – von Peter Mayer

Ich habe lange überlegt ob Ihnen auch einen kleinen Erfahrungsbericht senden soll, weil ich mich eigentlich gar nicht als Teichbesitzer fühle, sondern eher als „Pfützenbesitzer“.

Egal in welchen Medien – wenn über Gartenteiche berichtet wird, handelt es sich immer um Teichgrößen jenseits von 10 m³.


Der GFK-Fertigteich vom Nachbarn

Mein Vorgarten ziert aber ein kleiner GFK-Fertigteich mit einem Volumen von nur 1,5 m³ und einer Tiefe von 70 cm.

Diesen Teich habe vor einigen Jahren von einem älteren Herrn aus unserer Nachbarschaft geschenkt bekommen, der nicht recht glücklich damit war.

Die erste Saison verlief ohne nennenswerte Probleme, die Wasserwerte waren stabil. In der zweiten Saison begann die Algenblüte und ich besann mich auf meine langjährige Erfahrung als Aquarienbesitzer.

Jetzt musste erst einmal ein Filter her.

Nach dem Abpumpen der grünen Pampe, Generalreinigung und Umsetzen des Teichs in meinen Vorgarten begann ich mit der Neugestaltung. Die Goldfische habe ich ebenso übernommen. Die sind mittlerweile schon über 12 Jahre alt, ebenso die Seerose.

Bei meinem Aquarienhändler erstand ich damals günstig („Ladenhüter“) einen Eheim Teich-Innenfilter. Das vorgesehene Filtermaterial der Fa. Eheim ersetzte ich durch Bio Balls mit der Folge, dass der Filter nicht am Teichboden blieb, sondern aufgrund des geringeren Gewichtes aufschwamm. Dies behob ich mit Anhängen von Betonsteinen seitlich am Filter.

Einige Jahre ging alles gut

Einige Jahre hat das auch gut funktioniert. Vermutlich hat in dieser Zeit auch das Wetter mitgespielt. Es gab keine extremen Wettersituationen. Im Herbst und im Frühjahr machte ich immer einen Teilwasserwechsel.

Im Winter hält bis jetzt der Oase Eisfreihalter zuverlässig einen offenen Bereich.


Der Lohn der Arbeit…
Im Sommer 2008 drohte aber nach einer Hitzeperiode der Teich zu kippen und ich ersetzte den Innenfilter durch einen Gardena Aussenfilter.

Bei der Suche nach einem geeigneten Außenfilter hat mir Ihr Teichreport sehr viel geholfen.

Eigentlich wollte ich bei Ihnen eine Oase Filteranlage ordern, musste aber feststellen, dass diese Anlagen für meinem „Pfütze“ überdimensioniert sind.

Einige „Probleme“ gibt es allerdings. Zum einen zerstört der Seerosenblattkäfer jedes Jahr zahlreiche Blätter und lässt sich einfach nicht ausrotten.

Eine starke Ablagerung von Kalk an der Teichwand, an Pumpe, Steinen und teilweise auch an Pflanzen stört mich auch. Diese Ablagerungen (Leitungswasser 17°dH) treten meist ein Jahr nach der Reinigung auf.

Diese Beobachtung habe ich auch bei meinem großen Aquarium gemacht und ist in der Literatur (Wikipedia) unter biogener Entkalkung beschrieben. Bei harten Gewässern muss man damit leben.

Pflanzsubstrat selbst hergestellt

Unterschiedliche Erfahrung habe ich mit Pflanzsubstraten für die Wasserpflanzen gemacht. Alle bringen immer rasantes Algenwachstum und die Wüchsigkeit der Pflanzen hält oftmals nicht lange an, egal welche Qualität man kauft. Eine selbst gemachte Mischung aus gewaschenem Spielplatzsand und Lehm unter Beigabe von Laterit hat sich am besten bewährt.

Dieser Laterit der Firma Dupla (wurde aus Sri Lanka importiert) konnte man in Pulverform oder als Kugeln im Zoofachhandel erwerben. Leider gibt es diese Firma seit längerem nicht mehr. Nun bin ich auf der Suche nach einer neuen Quelle.

Das „überdimensionierte Aquarium“ im Vorgarten von Peter Mayer

Fazit: Ein kleiner Teich verhält sich eher wie ein großes Aquarium und ist pflegeintensiver.

Herzliche Grüße aus Bayern

Peter Mayer


Ich danke Herrn Mayer für die schönen Bilder und seine Erlaubnis, diesen Beitrag in Teichreport’s Blog zu veröffentlichen.

Jürgen Saladin www.teichreport.de


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Irrungen und Wirrungen eines Teichbesitzers – Vom Hauptproblem Nr. 1: Algen, einer kompletten Teichsanierung und 600 staunenden Besuchern in einer Stunde!!

Dies ist ein Gastbeitrag von Teichreportleser Gerhard Glombiewski, seit 1986 Teichbesitzer (Naturteich, ca. 50 m³)

Und so fing alles an…

Auf unsere Bitte auf Facebook ein „Teichreport-Fan“ zu werden, schrieb mir Herr Glombiewski, er sei kein Freund solcher Plattformen. Allerdings würde er unsere Firma bei „Tag der offenen Gärten“ empfehlen und schickte mir darüber auch eine Online-Präsentation und einen Erfahrungsbericht zu.

Ich war sofort begeistert und fragte ihn, ob wir diese Präsentationen auch den Teichblog-Lesern zur Verfügung stellen könnten. Er stimmte zu!!

Teichreport-Leser Gerhard Glombiewski aus Dortmund hat sich sehr viel Mühe gemacht und uns für diesen Blog-Beitrag umfangreiches Text und Bildmaterial zur Verfügung gestellt.

Herzlichen Dank!!

Facebook nein!!

Gartenteich jaaa!!

Gerhard Glombiewski in seinem Element…


Irrungen und Wirrungen eines Teichbesitzers

Als ich 1986 meinen Teich plante, ging ich blauäugig (oder besser „grünäugig“?) davon aus, dass ein Teich nur groß (meiner ca. 50 qm) und tief (in der Mitte ca. 1,60 m) genug sein und genügend Unterwasser- und Schwimmpflanzen enthalten muss, um sich selbst regulieren können (wie in einem natürlichem Biotop).

Die Wirklichkeit korrigierte aber im Lauf der Zeit meine theoretischen Grundkenntnisse als Biologielehrer:

  • es war schnell zu beobachten, dass ein Großteil der teuer eingekauften Pflanzen einging.
  • die einheimische Seerose NYMPAEA ALBA aber bedeckte mit ihren Schwimmblättern fast die gesamte Teichoberfläche. Die einzige Pflanze war nicht in einem Korb „eingezäunt“ sondern wurzelnackt in den Teichboden aus Sand gesteckt worden.
  • die ebenfalls frei eingesetzten Gräser, Seggen, Rohrkolben u. a. an der beschatteten Längsseite des Teiches verwuchsen zu einem undurchdringlichen Filz, der immer tiefer in den Teich reichte (Verlandung bis heute ca. 1 m)
  • der restliche Teichrand (dem damaligen Kenntnisstand entsprechend konstruiert) wurde vom Land her überwuchert. Die Pflanzen wuchsen in den Teich hinein und saugten viel Wasser ab.

Als Hauptfehler erwies sich aber im Lauf der Jahre, dass die vergilbten und schließlich verfaulenden Seerosenblätter auf den Boden fallen „durften“ und dort eine bis 50 cm dicke stinkende schwarze Faulschlammschicht bildeten.

Bei der nächsten Frühjahrszirkulation des Wasser kamen dadurch Unmengen an Nährsalzen nach oben und ermöglichten ein starkes Algenwachstum (ganze Nester an Fadenalgen, Wassertrübung durch Schwebalgen, Algenüberzug auf allen Gegenständen im Wasser durch Pelzalgen u. a ).

Erste Lösungsversuche…

Die daraufhin eingesetzte Pumpe mit Druckfilter war wohl zu klein dimensioniert, konnte aber immerhin die Trübung zurückdrängen. Ärger gab es immer wieder mit der Haltbarkeit der Pumpen (aus Baumärkten): sie hielten meist nur 2 Jahre. Besonders schlimm hatte sich einmal ein Kurzschluss in der Pumpe ausgewirkt. Viele Teichfrösche trieben am Morgen bäuchlings tot an der Wasseroberfläche.

Ich habe vieles ausprobiert, wenn auch mit nur geringem Erfolg. Schließlich verfiel ich auf die Idee, pflanzen(algen)fressende Fische wie ca. 15 kleine Karauschen und 2 ca. 15 cm große Graskarpfen einzusetzen. Sie schafften es auch, die Fadenalgen zu verdrängen, gingen aber danach an alles, was grün war.

Jede Pflanze, die meine Frau mal zum Wässern an den Teichrand stellte, war am nächsten Morgen kahl gefressen. Die Graskarpfen waren mittlerweile unterarmlang und –dick geworden. Herausfangen konnte man diese scheuen und schnellen Schwimmer nicht. Es blieb nur, den Teich abzulassen und die Fische in den Resttümpeln per Hand zu fangen.

Komplette Teichsanierung…

Ich nutzte die Gelegenheit zu einer Generalüberholung des Teiches: Eimer für Eimer wurde der stinkende Faulschlamm herausgehoben, bis nur noch ein nicht mehr fassbarer Teil zwischen den vielen verzweigten Rhizomen verblieb. Manche Rhizome (insbesondere von der Teichrose oder Mummel) waren so dick, dass ich sie mit einer Handsäge ablösen musste.

Der Teichrand wurde von Pflanzen befreit und mit Natursteinplatten belegt. Damit war die Saugbrücke unterbrochen. Von einer kleinen Anhöhe aus baute ich einen 4 m langen Wasserlauf mit Kaskaden. Hinter der Anhöhe sind jetzt zwei Filteranlagen versteckt (der alte Druckfilter und ein neuer offener Filterkasten mit UV-Lampe), die von zwei starken Pumpen versorgt werden.

Dazu wurden von jetzt an alle vergilbten Seerosenblätter herausgefischt bzw. bei einem Gang durch das Wasser abgepflückt (meist 5 x im Jahr). Die Gesamtmenge pro Jahr füllt etwa einen Komposter von 1 Meter Kantenlänge. Die nicht vermeidbare Aufwirbelung des Bodenschlammes musste ich dabei in Kauf nehmen.

Die ständig laufenden Filteranlagen, die regelmäßige Reinigung der Filtermatten und der Einsatz eines Schlammsaugers für den Uferbereich und den Steilabfall zur Mitte führten dazu, dass der Teich außerhalb der „Frühsommerblüte“ einigermaßen sauber erschien. Zumindest war das der Eindruck bei den vielen Gartenbesuchern, unter denen auch zahlreiche Teichbesitzer waren. Fast jeder klagte über ein Algenproblem.

Teich-Problem Nr. 1: Algen!!

Am traurigsten war der Bericht über eine umfangreiche Sanierung mit völliger Leerung des Teiches. In einem Gartencenter riet man dem Mann nun, den Teichboden mit einer Schicht Lehmboden zu bedecken. Nach der Neubefüllung und Neubepflanzung des Teiches fuhr die Familie in den Urlaub. Bei der Rückkehr waren Teich und Filteranlage verstopft mit Fadenalgen. Der Mann war ratlos.

Und dann entdeckte ich Anfang 2010 durch Zufall die Internetpräsenz der Firma Kübler und die dort angebotenen Lavaris-Produkte. Die Beschreibung ihrer Wirksamkeit und die begleitenden Informationsmaterialen haben mich so überzeugt, dass ich gleich eine größere Menge der verschiedenen Produkte bestellte.

Biologische Reinigung durch Mikroorganismen

Zunächst bekämpfte ich erfolgreich alle Fadenalgennester (auch die am Boden) mit AlgoLon, dann die Schwebalgen mit AlgoClear. Dabei fielen so große Mengen an organischen Schwebstoffen an, dass die Filtermatten täglich gereinigt werden mussten und wöchentlich mindestens einmal der Schlammsauger eingesetzt werden musste.

Die großen Mengen an Nährsalzen wurden durch Zugabe von SeDox erfolgreich gebunden. Nach einigen Wochen geduldiger Schlammarbeit (unterstützt durch SiltEx) war der Teich von einer nur selten erlebten Klarheit. Der Blick war frei bis auf dem Teichboden. Erst danach habe ich die Teichwerte überprüft und das Karbonatdepot durch OptiLake aufgefüllt.

Staunende Besucher am Gartenteich…

Die Gartenbesucher dieses Jahres (am Tag der offenen Gärten 2010) standen nur kopfschüttelnd am Teichrand und staunten über die am Teichboden erkennbaren Frösche und Fische.


600 Besucher in 6 Stunden

Herr und Frau Glombiewski haben alle Hände voll zu tun und reden sich die „Lippen fusselig“…

Alle Bilder in der Online-Präsentation Gartentraum – Traumgarten von Gerhard Glombiewski (Link unten)


Die zahlreichen Gespräche machten aber auch schnell klar, dass viele Teichbesitzer die Komplexheit der biologisch-chemischen Vorgänge nicht durchschauten und bestimmte Fehlvorstellungen hatten:

  • Die Filterwirkung erklärte man sich so, dass die Filtermatten die Trübstoffe aus dem Wasser herausfiltern, und damit sind die Stoffe weg.Erst durch meinen Hinweis auf die Algenbildung im Bachlauf dämmerte es einigen, dass da ja noch etwas herauskam, was das Wachstum der Algen ankurbelte (Nährsalze).
  • Die Erklärung für die Massenentwicklung der Algen suchte man bei den Tieren (insbes. bei den Fischen) und diffus bei der Wasserqualität. Der Zusammenhang zwischen Bodenschlamm – Frühjahrszirkulation – Nährsalzangebot und Algenwachstum war meist nicht bekannt.Dass das „reine“ Trinkwasser durch seine Phosphate düngend wirkt, wurde nur ungläubig zur Kenntnis genommen.
  • Viele Teichbesitzer äußersten sich sehr skeptisch gegenüber dem Einsatz der Lavaris-Produkte. Für sie war das „Chemie“, vergleichbar dem Spritzen von Pestiziden im Garten. Sie wollten es „biologisch“ in den Griff bekommen.Diese grundsätzliche Einstellung konnte nur ansatzweise aufgeweicht werden, wenn man zugab, dass der Einsatz dieser Mittel die letzte Möglichkeit für einen stark durch Nährstoffe belasteten Teich ist.

Da staunt der Fachmann:

Glasklares Teichwasser bis auf den Grund.

Da gibt es richtig was zu sehen – und alles mit Hilfe von biologischen Mikroorganismen, die natürliche Mechanismen zur Reinigung und Stabilisierung des Teichwassers wieder in Gang setzen.


4-seitiges Infoblatt

Um nicht immer wieder bei weiteren Gartenbegehungen das Gleiche erzählen zu müssen, habe ich ein 4-seitiges Infoblatt (mit anhängender Karte der Lavaris-Produkte) entwickelt. Jeder Interessierte erhält ein solches Info.

Trotz Unterscheidung von Hintergrundwissen und praktischen Ratschlägen bin ich mir nicht sicher, ob dies umgesetzt werden kann. Bislang gab es nur vereinzelte, aber dann positive Rückmeldungen.

Gerhard Glombiewski, Dortmund


Umfangreiches Teich-Info-Material

Hier nun die umfangreichen Informationen, die Herr Glombiewski Ihnen zur Verfügung stellt. Ich habe Ihnen alles als PDF abgespeichert und online gestellt, damit Sie sich die Berichte in Ruhe anschauen und bei Bedarf auch ausdrucken können.

1. „Irrungen und Wirrungen eines Teichbesitzers“
Persönlicher Erfahrungsbericht von Herrn Glombiewski 

>> Hier klicken zum Lesen oder ausdrucken


2. „Harmonie pur im Dortmunder Süden“
Text aus den Gartenbildband „Blühendes Ruhrgebiet“ (ISBN 3874634558 – 179 Seiten) über den Garten von Familie Glombiewski von der international bekannten Fotografin Ursel Borstell. 

>> Hier klicken zum Lesen oder ausdrucken


3. „Probleme im Gartenteich“
4-seitiges Infoblatt von Gerhard Glombiewski für seine Besucher am „Tag der offenen Gärten“ – eine Übersicht für Teiche als Biotope 

>> Hier klicken zum Lesen oder ausdrucken


4. „Multi-Media-Präsentation „Gartentraum-Traumgarten“
Wandeln Sie durch den Garten der Familie Glombiewski und genießen Sie ihn!! 

  • Vom Erwerbs- zum Traumgarten
  • Unser Teich entsteht
  • Offene Gartenpforte Juni 2007
  • Offene Gartenpforte Mai 2008
  • Offene Gartenpforte Juni 2008
  • Highlights im Garten
  • Unser Garten in der Presse

>> Hier klicken um Präsentation anzuschauen

(Erst einloggen als Gast mit dem Passwort „hombruch“)


Ich danke Herrn Glombiewski für die schönen Bilder und seine Erlaubnis, diesen Beitrag in Teichreport’s Blog zu veröffentlichen.

Jürgen Saladin www.teichreport.de


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Oase Living Water – Hausmesse von Oase Pumpen Hörstel – Ein Blick hinter die Kulissen

„Oase Living Water – Leidenschaft für Wasser“, das ist der Slogan von Oase Pumpen aus Hörstel. Oase Wassertechnik sorgt mit hochwertigen, innovativen und langlebigen Produkten rund um den Gartenteich für lebendiges, natürliches und gesundes Teichwasser.

Hier einige Impressionen von der Händler-Hausmesse von Oase, unserem Lieferanten für professionelle Teichtechnik. Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit, holen Sie sich eine Tasse Kaffee und genießen Sie die Impressionen aus Westfahlen…

Viel Spaß beim Blick hinter die Kulissen…


Das Werksgelände der Oase GmbH ist sehr idyllisch gelegen, direkt am Dortmund-Ems-Kanal. Bei Wasserverlust im werkseigenen Musterteich (250.000 l) ist also stets für Nachschub gesorgt. 


Im Außenbereich werden viele Produkte ständig im Dauertest auf „Herz und Nieren“ überprüft. Hier sehen Sie im Vordergrund zwei ProfiSkim100, die besonders in Flachwasserzonen von großen Gewässern zum Einsatz kommen. Im Hintergrund ein JumpingJet Rainbow Star Set mit einem Erweiterungsset. 

Die fest einprogrammierten Farb-, Licht- und Wassereffekte zaubern wie aus dem Nichts leuchtende Wasserbögen, die als gleichmäßig fließende Lichtstrahlen wie schwerelos in der Luft stehen oder als einzelne Wasserelemente durch die Luft springen. >> Video anschauen…


Eine gute Idee!! Auch wenn der ganz große Platz nicht zur Verfügung steht: Lunaqua 3 Set 3 mit verschiedenen Farbscheiben in Kombination mit Schaumsprudlern 35-10 E in einem einfachen Kiesbett versenkt. 


Der Blick auf das Schulungsgebäude mit der riesigen Terrasse und dem 250.000 Liter fassenden Teich. Im Vordergrund verschiedene Durchlauffilter in Aktion… 


Der AirFlo – ein dekorativer Hochleistungsbelüfter mit Durchflussraten bis zu 95.000 Liter in der Stunde!!! Wenn Sie mal einen Golfplatz bauen, wenden Sie sich vertrauensvoll an mich. Ich hab da etwas für Sie… 


Das Testbecken im Innenbereich mir vielen verschiedenen Teichfiltern, die Tag und Nacht das ganze Jahr durchlaufen… 


Kommt erst 2011 in den Verkauf: Der Einstiegs-Druckfilter Biopress Set 4000 mit UVC Lampe 11 Watt und Filterpumpe 1500. Sogar 4,5 mtr. Filterschlauch werden mitgeliefert. 


Ebenfalls eine Neuheit für 2011: Ein Wasserfall-Set aus Edelstahl in modernem Design in 30 cm Breite. Lieferung im Komplett-Set mit passender Pumpe und Schlauch. Einfach zu installieren. 


Besonders nachts, in Kombination mit stimmungsvoller Beleuchtung, entfalten diese edlen Designobjekte ihre volle Pracht… Rechts im Bild eine weitere Neuheit: Der Einbau-Wasserfall aus Edelstahl mit 60 cm Breite. 


In diesem Schaubehälter zeigte der OxyTex CWS so richtig was er drauf hat: Einzigartige Kombination von Belüftung, Umwälzung und Besiedlungsoberfläche für lebensnotwendige Mikroorganismen im Teich. 

Er überzeugte sogar meine Frau. Die wollte ihn gleich mitnehmen! Als Deko für das Wohnzimmer. Weil der so schön sprudelt…


Oase Aussendienstmitarbeiter Werner Braun, der schon seit vielen, vielen Jahren unsere Firma betreut. Inzwischen beliefern wir hunderte von Betrieben aus dem Garten- und Landschaftsbau mit Oase Teichtechnik und haben uns als zuverlässiger Lieferant einen guten Ruf erarbeitet. Auch mit Hilfe von Werner Braun, der schon mal das ein oder andere Problem „auf dem kleinen Dienstweg“ aus der Welt schafft! 


Hier im Small-Talk mit Dr. Herbert Rehms, dem „Erfinder“ der BioKick Starterbakterien nach seinem Vortrag über mikrobiologische Vorgänge in einem Gartenteich. Dr. Rehms ist Diplom Biologe, Experte für Mikrobiologie, Biochemie und Wasseranalytik und betreibt ein eigenes Forschungslabor. www.biologic.de 


Impressionen am Abend. Im Hintergrund der Dortmund-Ems-Kanal. 


…und der imposante Höhepunkt am Schluss: Atemberaubende Wasser-Lasershow mit Nebeleffekten passend zur abgespielten Musik. 


…und die Kultur kommt auch nicht zu kurz. Am Sonntag noch den St.Paulus Dom in Münster besichtigt. Auf dem Domplatz war der Start der ADAC Kiepenkerl Klassik Rundfahrt 

Glück gehabt ;-)…


Jürgen Saladin
www.Teichreport.de

Von „Kalle, dem Karpfen“, „politisch Halbgrünen“ und „einer 50 Liter Tonne“

Dies ist ein Gastbeitrag von Teichreportleser Bernd Gollers, vielbeschäftigter „freier Rentner“, wie er sich selbst bezeichnet, seit 20 Jahren Teichbesitzer (Naturteich, ca. 15 m³, kleiner Fischbesatz mit einheimischen Fischen)


Es wird endlich Zeit…. 

… dass ich mal meinen Dank sage !

Bernd Gollers

Liebe Gartenshop-Profis,

jahrelang war mit Beginn der warmen Jahreszeit unser Teich (5 x 6 m, ca. 15 m³ Wasser) nicht nur von Seerosen bedeckt, sondern auch grün. So grün, dass man weder Kalle (unseren fast 15 Jahre alten Karpfen), noch den Boden an den flacheren Stellen des Teiches sehen konnte

Der Teich von Bernd Gollers – Teilansicht

Alles war eine giftgrüne Brühe; es halfen weder Geheimtipps von ‚erfahrenen‘ Teichexperten, noch von politisch Halbgrünen, die das alles als ‚Biomasse‘ verstanden wissen wollten.

Dann habe ich mich intensiv mit Ihrem Teichreport befasst, insbesondere meine ‚Filteranlage‘ (sie besteht aus einem rd. 4 m langen Bachlauf aus 1-Meter-Segmenten, in die unterschiedlich tiefe Mulden eingearbeitet sind und die mir nun hervorragend als Auffangbehälter für Schwebstoffe dienen) sowie einer simplen 50-Liter-Tonne, die lediglich mit einer 2 cm dicken Schaumstoffmatte ausgelegt ist, die ich wöchentlich leicht ausspüle.

klares Wasser – ca 80 cm

Dann habe ich bei Ihnen den Lavaris-Startset bestellt und mich fast grammgenau an die Anweisungen gehalten (was mir manchmal ziemlich schwer fiel, denn in diesem Jahr ließ das Frühjahr – und damit wärmeres Wasser für den wirksamen Einsatz – seeeehr auf sich warten).

Bachlauf (Ausschnitt)

Das Ergebnis ist grandios !

Es ist, als hätte es nie grünes Wasser in unserem Teich gegeben.

Mein Enkelkinder begrüßen Kalle nun persönlich, denn nun können sie ihn in seiner vollen Größe bewundern.

Wir können selbst an der tiefsten Stelle (ca. 1.20 m) bis auf den Grund sehen und sind hellauf begeistert.

Selbst in den letzten sehr heißen Tagen (Wassertemperatur um die 22° C) nicht einmal der Anflug grünen Wassers.

Alles in allem – die Investition hat sich sehr gelohnt und ich kann nur jedem Teichfreund raten, Ihre professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Dann klappt’s auch mit dem Wasser 😉

In diesem Sinne nochmals ein herzliches Danke !

Ihr Bernd Gollers


Ich danke Herrn Gollers für die schönen Bilder und seine Erlaubnis, diesen Beitrag in Teichreport’s Blog zu veröffentlichen.

 

Jürgen Saladin www.teichreport.de


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Algenplage im Weiher, Wasserlinsen, Kaulquappen, Libellen, Frösche – Impressionen eines Spazierganges

Gartenteich, Filterteich, Koiteich oder Schwimmteich. Gerade jetzt macht es Spaß sich an seinen Gartenteich zu setzen und zu beobachten. Überall ist Leben, überall tut sich etwas…

Nehmen auch Sie sich ein paar Minuten Zeit – an einem Gewässer gibt es immer etwas zu entdecken. Bei einem Spaziergang am letzten Sonntag mit meiner Frau kamen wir an einem Weiher vorbei. Ich holte sofort die Kamera heraus und schoss ein paar interessante Bilder.

Viel Spaß


Für Teichbesitzer eher ein Ärgernis: Wasserlinsen
lieben ruhige, stehende Gewässer.

…und so sehen die Wasserlinsen aus der Nähe
aus. Im Volksmund auch: Entengrütze, Entengrün, Entenflott

Tausende von Kaulquappen auf engstem Raum.

Aber für unseren Snoopy eher uninteressant…

Nach einem extrem regenreichen Mai und ein paar sehr heißen Tagen in Folge ist auch ein großes natürliches Gewässer mit vielen Wasserpflanzen vermehrtem Algenwachstum ausgesetzt…

… aber dieser kleine Kamerad findet das gaaaanz toll. Hier ist er vor seinen natürlichen Feinden gut getarnt in Sicherheit. Hätten Sie ihn entdeckt?

Weltklasse Flugeinlage am Rande: Libellen bei der Paarung.

… und die Kultur kommt auch nicht zu kurz. Das Hambacher Schloss (Die Wiege der deutschen Demokratie) wird renoviert.

Jürgen Saladin www.teichreport.de