Sauerstoffmangel im Gartenteich – Ursachen, Gefahren und Gegenmaßnahmen von Sauerstoffmangel in Teichen erläutert Diplom-Biologe Dr. Herbert Rehms im Experten-Interview bei Oase TV

Diplom-Biologe Dr. Herbert Rehms – Experte für Mikrobiologie, Biochemie und Wasseranalytik – gibt in diesem Experteninterview von Oase TV einen umfassenden Überblick über die Problematik von Sauerstoffmangel in einem Gartenteich

Insbesondere erklärt er Ursachen und Gefahren von Sauerstoffmangel in Teichen.

Ausführlich erläutert er Möglichkeiten, die Ihnen, als engagierten Teichbesitzer zur Verfügung stehen, um Ihren Gartenteich ganzjährig  mit dem lebensnotwendigen Sauerstoff zu versorgen.



Das komplette Interview zum Nachlesen:

Frage Frau Fischer:
Dr. Rehms, Sauerstoff ist für den Gartenteich ebenso wichtig wie für uns die Atemluft. Warum?

Antwort Dr. Herbert Rehms:
Ja, alle Organismen brauchen Sauerstoff. Wir nehmen den aus der Atemluft. Da ist er reichlich vorhanden. Etwa 30% der Luft besteht aus Sauerstoff.

Die Teichorganismen müssen den Sauerstoff aus dem Wasser nehmen. Da ist Sauerstoff aber eigentlich immer Mangelware – maximal 10 bis 12 Milligramm je nach Temperatur kann Wasser an Sauerstoff aufnehmen.

Dazu kommen noch große Schwankungen im Sauerstoffgehalt, dadurch daß Sauerstoff teilweise verbraucht wird und daß – beispielsweise durch grüne Pflanzen und Algen regelmäßig wieder Sauerstoff nachliefert wird.

Frage Frau Fischer:
Diese Produktion durch die grünen Pflanzen – reicht die schon schon aus für die Sauerstoffproduktion?

Antwort Dr. Herbert Rehms:
Nein, die reicht auf gar keinen Fall. Die Teichbepflanzung sorgt tagsüber hervorragend für die Sauerstoffproduktion. Dies kann dazu führen, daß Übergehalte von 150% bis 200 % Sauerstoff  im Wasser gemessen werden können.

Aber dies kann nur passieren, so lange es hell ist, also so lange wie die Algen und Pflanzen ausreichend Licht haben für ihre Photosynthese.

Nachts, wenn kein Licht vorhanden ist, fällt die Photosynthese komplett weg und auch diese Organismen brauchen jetzt Sauerstoff wie alle anderen.

Das kann dazu führen, daß am frühen Morgen beispielsweise nicht mehr ausreichend Sauerstoff da ist und es zu einem Fischsterben kommt.


interview oase tv algen im gartenteich dr. herbert rehms und juergen saladin
Dr. Herbert Rehms und Jürgen Saladin nach einem Vortrag
über mikrobiologische Vorgänge in einem Gartenteich


Frage Frau Fischer:
Spätestens da muß ich also aktiv werden. Wie kann ich denn als Teichbesitzer konkret sicher stellen, daß ausreichend Sauerstoff vorhanden ist?

Antwort Dr. Herbert Rehms:
Grundsätzlich sollte man schon bei der Anlage eines Gartenteiches darauf achten. Wenn ich beispielsweise Fische halten will, gehört es zu einer artgerechten Haltung dazu, daß das Wasser ständig mit Sauerstoff versorgt wird.

Das passiert auf zwei verschiedene Arten grundsätzlich. Das eine ist – wie bei einem OxyTex beispielsweise – daß Luft in das Wasser hinein gepumpt wird. Dadurch, daß das Wasser in viele kleine Bläschen zerschlagen wird, hat man eine große Austauschoberfläche und das Wasser wird ausreichend mit Sauerstoff versorgt.

Die andere Möglichkeit ist es, das Wasser an die Luft zu bringen. Dies passiert in Filtersystemen, über einen Bachlauf oder über eine Springbrunnenanlagen. Dadurch kann man dann über 24 Stunden am Tag für ausreichend Sauerstoffgehalt  sorgen.


interview oase tv algen im gartenteich
Dipl. Biologe Dr. Rehms im Interview bei Oase TV


Frage Frau Fischer:

Hat Sauerstoff in Wasser Besonderheiten, die ich als Teichbesitzer unbedingt kennen muß?

Antwort Dr. Herbert Rehms:
Ja, da gibt es ein paar ganz gemeine Sachen. Zum Beispiel ist die Wasserlöslichkeit von Sauerstoff im Wasser temperaturabhängig.

Kaltes Wasser kann relativ große Mengen Sauerstoff lösen. Je wärmer das Wasser wird, um so weniger Platz ist sozusagen für den Sauerstoff da.

Das Gemeine an dieser Sache ist folgendes: Je wärmer es wird, desto mehr Sauerstoff brauchen die Organismen. Der Stoffwechsel läuft dann auf Hochtouren und dann wird am meisten Sauerstoff verbraucht.

Also ist es im Sommer ganz wichtig, diese Belüftungsanlagen 24 Stunden Tag und Nacht laufen zu lassen und auch dafür zu sorgen, daß das Wasser nicht zu warm wird.

Fazit: Es gibt also auch beim Thema Sauerstoff im Gartenteich eine ganze Menge zu beachten. Als Teichbesitzer ist es wichtig zu wissen, daß alle Algen, also auch Grünalgen und Fadenalgen nachts Sauerstoff verbrauchen.

Übermäßige Algenbildung, insbesondere eine „Algenblüte“ im Frühjahr oder Sommer bringt die gesamte Teichbiologie in Gefahr. Dem gilt es vorzubeugen…

Jürgen Saladin

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Oase Testcenter – Blick hinter die Kulissen – Interview mit Director Marketing Frau Birgit Scheidler direkt in der Oase Testanlage in Hörstel

In der Oase Testanlage im Stammwerk der Oase GmbH in Hörstel wird die komplette Teichtechnik auf Herz und Nieren geprüft. Hier ein Blick „Hinter die Kulissen“ …

Oase TV Reporter Daniel Schulze Niehoff führt dieses Interview mit Director Marketing Oase Frau Birgit Scheidler direkt im Test-Center der Oase GmbH in Höstel-Riesenbeck.



Das komplette Interview zum Nachlesen:

Frage Oase TV:
Wir befinden uns hier in der Oase Testanlage. Erklären Sie doch einmal etwas mehr dazu.

Antwort Frau Birgit Scheidler:
Ja, hier in der Testanlage werden unsere Produkte getestet in unterschiedlichen Jahreszeiten und auch in unterschiedlichen Situationen, um sicher zu stellen, daß Qualität und Funktionalität der Produkte absolut in Ordnung sind.


interview oase tv gartenteich testcenter oase gmbh hoerstel
Director Marketing Oase Frau Birgit Scheidler im Interview


Frage Oase TV:
Und die Oase Filter wirken sich auch direkt auf die Schwebealgen aus?

Antwort Frau Birgit Scheidler:
Ganz genau. Mit unseren Filtern verhindern wir, daß genau solche Situationen wie hier entstehen – ganz stark grünes Wasser mit sehr vielen Schwebealgen.

Insbesondere in den wärmeren Jahreszeiten, wenn kein Filter an den Teich angeschlossen ist, entsteht dieses grüne Wasser – sprich diese Schwebealgen.

Sie tragen letztendlich dazu bei, daß man Fische und Pflanzen nicht mehr sehen kann. Dies ist natürlich ein großes Ärgernis des Teichbesitzers.

Insofern gehört ein guter Filter an jeden Gartenteich. Wir wollen sich stellen, daß der Endverbraucher zu jeder Zeit Freude an seinem Teich und entsprechend schönem Wasser hat.

Oase TV:
Vielen Dank Frau Birgit Scheidler


interview oase tv gartenteich testcenter oase gmbh hoerstel durchlauffilter in aktion
Viele Produkte werden im Dauertest ständig überprüft…


Jürgen Saladin

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Sauerstoffmangel im Gartenteich – Erkennbar am Verhalten der Fische – Bei diesen 3 Verhaltensweisen sollten Sie sofort handeln

Sauerstoffmangel im Gartenteich ist ein häufig anzutreffender Zustand in einem Gartenteich. Gerade in den heißen Sommermonaten ist dies ein Problem, weil natürlich erwärmtes Teichwasser weniger Sauerstoff aufnehmen kann.

Da eine Sauerstoffunterversorgung oftmals verborgen bleibt, gehört sie zu den häufigsten Todesursachen bei unseren Pfleglingen im Gartenteich.

Sauerstoffmangel im Teich begünstigt Krankheiten

Aber auch schon ein zeitweilig auftretender Mangel an Sauerstoff begünstigt das Entstehen von Krankheiten aller Art, da die Tiere dadurch in ihrem Allgemeinzustand geschwächt werden.

Hinzu  kommt vielfach noch ein mangelnder Schadstoffabbau im biologisch arbeitenden Teichfilterfilter, da dieser ebenfalls Sauerstoff benötigt.



Folgende drei Verhaltensweisen deuten auf einen Sauerstoffmangel im Gartenteich hin:

Fische haben einen abgestuften Mechanismus zur Kompensation sinkender Sauerstoffwerte im Wasser.

Teichbesitzer mit Fischbesatz sollten Ihre Teichfische ständig im Blick haben und bei auffälligen Verhalten sofort handeln.

1. Beschleunigte Atmung

Zuerst wird das Volumen der Mundhöhle vergrößert durch Senken und Heben des Mundbodens. Das ist optisch aber noch nicht gut erkennbar.

Als nächster erhöht der Fisch die Atemfrequenz, um den niedrigen Sauerstoffgehalt auszugleichen. Dadurch wird allerdings auch der Stoffwechsel angeregt, weshalb mehr Sauerstoff benötigt wird.


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Kennzeichen 1: Beschleunigte Atmung


2. Unruhe der Tiere

Die Tiere werden unruhig und es kann jetzt auch zu Nahrungsverweigerung kommen.


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Kennzeichen 2: Unruhe der Tiere


3. Luftschnappen an der Wasseroberfläche

Gelingt den Fischen kein Ausgleich, steigen sie an die Wasseroberfläche und schnappen hier nach Luft.

Sie verlassen die oberen Teichschichten kaum noch.


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Kennzeichen 3: Luftschnappen an der Wasseroberfläche


Spätestens jetzt muss gehandelt werden, bevor die Fische apatisch werden und den Tod durch Ersticken finden.

Jürgen Saladin

Grünes Wasser im Gartenteich – Diplom Biologe Dr. Rehms mit Hintergrundwissen zum Thema „Grüner Gartenteich“ direkt aus dem Testcenter der Oase GmbH in Hörstel – Stichwort: Schwebealgen

Diplom-Biologe Dr. Herbert Rehms – Experte für Mikrobiologie, Biochemie und Wasseranalytik – gibt in diesem Experteninterview von Oase TV einen umfassenden Überblick über die Problematik von grünem Wasser in einem Gartenteich.

Insbesondere erklärt er Ursachen und Gefahren von grünem Wasser im Teich.

Oase TV Reporter Daniel Schulze Niehoff führt dieses Interview mit Dr. Rehms direkt im Test-Center der Oase GmbH in Höstel-Riesenbeck.



Dr. Herbert Rehms ist Diplom Biologe und beschäftigt sich seit über 30 Jahren mit den Grundlagen der Teichbiologie.

Das komplette Interview zum Nachlesen:

Frage Oase TV:
Das Phänomen Grünes Wasser erhält stets besondere Aufmerksamkeit. Warum, Herr Rehms?

Antwort Dr. Herbert Rehms:
Ja, grünes Wasser ist das, was den Teichbesitzer stört. Der Teichbesitzer möchte einen klaren Teich mit gesunden Fischen.

Diese Fische will er auch jederzeit sehen können. Wenn er dann – wie hier – eine grüne Brühe vor sich sieht, in der die Fische nur dann zum Vorschein kommen, wenn er sie gerade füttert, ist er natürlich unzufrieden.

Das grüne Wasser sieht eigentlich aus wie grün gefärbt, denn dies beruht auf den Schwebealgen. Diese Schwebealgen sind mikroskopisch klein. Man kann Sie mit dem bloßen Auge nicht erkennen.

Sie führen einfach dazu, daß das Wasser grün wird und man nicht mehr reingucken kann.


interview oase tv gruenes wasser im gartenteich
Grünes Wasser im Gartenteich – Nein danke!


Frage Oase TV:
Was passiert denn mit der Teichbiologie, wenn die Schwebealgen überhand nehmen?

Antwort Dr. Herbert Rehms:
Wenn die Schwebealgen sich explosionsartig vermehren – man nennt das „Algenblüte“ – dann kommt es dazu, daß diese Vermehrung auf Kosten anderer Teichorganismen geht.

Es werden Ressourcen verbraucht, wie zum Beispiel Sauerstoff in der Nacht. Dies kann letztendlich dazu führen, daß ein Teich völlig umkippt.

Allerdings nur in den Fällen, in denen keine ausreichende Belüftung, Wasserumwälzung oder Filtertechnik installiert ist.

Deswegen gehört an jeden Gartenteich, der stabil sein soll auch eine Filteranlage mit einer entsprechenden Umwälzpumpe.


interview oase tv gruenes wasser im gartenteich
Schwebealgenblüte ist schon weit fortgeschritten


Frage Oase TV:
Was sind denn die ersten Anzeichen für den Befall eines Gartenteiches mit Schwebealgen?

Antwort Dr. Herbert Rehms:
Für die Massenvermehrung von Schwebealgen gibt es eigentlich kein Frühwarnsystem. Wir können uns dies aber einmal genauer angucken.

Wir haben jetzt hier einen Teich mit einer grünen Suppe. Da ist die Schwebealgenblüte schon sehr weit fortgeschritten. Das Wasser ist grasgrün.

Man sieht aber überhaupt keine einzelnen Organismen, die sich irgendwie bewegen würden – auch wenn man sehr genau hinguckt.

Das heißt: Die Schwebealgen sind wirklich mikroskopisch klein und werden auch mit dem Wasser bewegt.

Deswegen kann man die Schwebealgen mit moderner Filtertechnik auch hervorragend heraus filtern und auf einem gesunden Niveau halten.


interview oase tv gruenes wasser aus dem gartenteich im glas
Schwebealgen sind mikroskopisch klein


Oase TV:
Das war doch sehr deutlich. Vielen Dank Herr Dr. Rehms

Jürgen Saladin

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Wie entstehen Algen im einem Gartenteich? Ursachen und Gefahren starker Algenbildung in Teichen

Algen sind ein ganz natürlicher Bestandteil eines jeden Gartenteichs. Sie leben mit anderen Pflanzen und Teichbewohnern in friedlicher Koexistenz.

Algen dienen Kleinstlebewesen als Nahrungsgrundlage und produzieren sogar lebensnotwendigen Sauerstoff.



Kommt es jedoch zu einer starken Algenbildung, liegt eine Störung des biologischen Gleichgewichts im Gartenteich vor.

Ursachen für verstärktes Algenwachstum

Verschiedene Umweltfaktoren begünstigen verstärktes Algenwachstum.

Algenwachstum durch Nährstoffüberschuss

Dazu gehört vor allem ein erhöhtes Nährstoffangebot.

Zu einem Nährstoffüberschuss im Gartenteich kommt es vor allem durch:

  • abgestorbene Pflanzenbestandteile
  • hereingewehtes Laub
  • eingespülte Gartenerde

Zusätzliche Nahrung für die Algen bei Gartenteichen mit Fischbesatz

Bei einem Teich mit Fischbesatz können zusätzliche Faktoren die Nährstoffkonzentration beeinflussen und damit den Algenwuchs fördern.

Bei einer zu großzügigen Fütterung wird überschüssige Nahrung im Gartenteich zersetzt.

Zu einer verstärkten Belastung durch Fischkot kommt es vor allem bei zu hohem Fischbesatz.


 oase tv wissen wie entstehen algen im gartenteich
Die häufigsten Ursachen für verstärktes Algenwachstum


Algenwachstum durch hohe Sonneneinstrahlung

Hohe Sonneneinstrahlung führt zu einer Erwärmung des Teichwassers. Hier durch werden die Lebensbedingungen der Algen begünstigt.

In solch einem nährstoffreichen und natürlich erwärmten Biotop kommt es zu einem verstärkten Algenwachstum. Die explosionsartige Vermehrung wird als „Algenblüte“ bezeichnet.

Gefahren durch übermäßiges Algenwachstum

Nach einiger Zeit sterben die Algen ab und sinken zu Boden. Sie werden nun durch Mikroorganismen, Bakterien und Pilzen zersetzt.

Die gespeicherten Nährstoffe, wie Stickstoff und Phosphat werden neu freigesetzt, was wiederum das Wachstum neuer Algen begünstigt.

Großer Sauerstoffverbrauch durch Mineralisation

Zu dem verbraucht dieser Prozess – die Mineralisation – große Mengen an Sauerstoff. Der Sauerstoffgehalt im Wasser nimmt dadurch rapide ab, so daß Fische und andere Wasserorganismen ersticken können.

An diesem Punkt ist der Gartenteich im einem Zustand, aus dem er sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien kann…

Jürgen Saladin

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Algen im Gartenteich – Ursachen und Bekämpfung von Fadenalgen und Schwebealgen im Gartenteich – Oase TV Experteninterview mit Tipps gegen grünes Wasser im Teich

Diplom-Biologe Dr. Herbert Rehms – Experte für Mikrobiologie, Biochemie und Wasseranalytik – gibt in diesem Experteninterview von Oase TV einen umfassenden Überblick über die Problematik von Fadenalgen, Grünalgen und Schwebealgen.

Insbesondere erklärt er, wie Sie, als engagierter Teichbesitzer Ihren Gartenteich vor der unerwünschten Massenvermehrung von Fadenalgen, Schwebe- und Grünalgen schützen können.



Das komplette Interview zum Nachlesen:

Frage Frau Fischer:
Mit welcher Art von Algen muß ich in der Regel in meinem Gartenteich rechnen?

Antwort Dr. Herbert Rehms:
Ja, welche Art von Algen kann ich zwei Worten nicht beantworten, denn es gibt tausende verschiedener Arten von Algen, je nach Wasserzusammensetzung und Wasserqualität, die da entsprechend vorkommen.

Generell kann man die Algen einteilen in zwei große Gruppen. Das erste sind die Schwebealgen. Das sind mikroskopisch kleine Algen, die entsprechend ihrem Namen frei im Wasser schweben. Die sieht man gar nicht mit bloßen Auge.

Die führen nur dazu, daß das Wasser grasgrün wird und man die Fische letztendlich nicht mehr sehen kann.

Die zweite Gruppe sind die Fadenalgen. Die Fadenalgen wachsen auf festen Sedimenten, auf Steinen, auf Schläuchen, auf der Teichfolie und fallen dann dadurch auf, dass sie als meterlange Schnüre quer durch den Teich gehen und sich dadurch immer wieder den Unmut der Teichbesitzer zu ziehen.

Frage Frau Fischer:
Bei der Anlage eines Teiches ist die Planung sehr, sehr wichtig – insbesondere die Lage des Gartenteiches. Was heißt dies im Hinblick auf Algen?

Antwort Dr. Herbert Rehms:
Algen sind Sonnenkinder. Je mehr Sonne ein Teich abbekommt, um so mehr können Algen wachsen. Algen wachsen mit Sonnenenergie, deshalb ist es wichtig, den Teich halbschattig anzulegen.

Eine gewisse Besonnung ist notwendig, damit das Wasser etwas wärmer wird und es den anderen Tieren auch gut geht – aber zuviel führt eben zu extensivem Algenwachtum.

Gleichzeitig sollte aber auch vermieden werden den Gartenteich unter großen Bäumen anzulegen, die als Schattenspender dienen sollen. Hier könnte viel Laub in den Teich fallen und das führt dann wiederum zu Nährstoffproblemen.

Wichtig ist aber auch, daß der Teich ausreichend tief angelegt wird. Am besten mit einer Tiefe von 1,5 Meter bis 2 Meter, weil nur dann das Wasservolumen so groß ist, daß das Teichwasser sich nicht übermäßig erwärmt und auch wirklich ein biologisches Gleichgewicht ausbilden kann.


interview oase tv algen im gartenteich teichbild klares wasser
So soll es sein: klares Wasser ohne Algen


Frage Frau Fischer:
Welche weiteren Fehler lassen sich denn vermeiden?

Antwort Dr. Herbert Rehms:
Ja wichtigste ist eigentlich, daß vermieden wird, daß Wasser von außen in den Teich reinfließt. Der häufigste Fehler, der immer wieder gemacht wird, ist, daß der Teich an der tiefsten Stelle des Gartens angelegt wird – mitten im Rasen beispielsweise.

Ist der Teich fertiggestellt und eingerichtet, wird der umliegende Rasen entsprechend gedüngt. Diese Dünger sind wasserlöslich und beim nächsten Regenschauer kommt der ganze Dünger von oben in den Teich rein.

Die Algen benötigen die selben Nährstoffe, wie das Gras des Rasens und ruckzuck ist der Teich so grün, wie der Teichbesitzer seinen Rasen gerne hätte.

Frage Frau Fischer:
Von welcher Art von Teichen sprechen wir hier. Geht es um Teiche mit Fischbesatz, ohne Fischbesatz oder um beide Arten?

Antwort Dr. Herbert Rehms:
Nun – das sind generelle Probleme, unabhängig ob Fischbesatz drin ist oder nicht. Aber bei Fischbesatz muß man natürlich beachten, daß man eine Vorsorgepflicht hat für die Fische.

Die Tiere müssen artgerecht gehalten werden. Dadurch, daß Fische den Teich durch ihre Ausscheidungen und das Futter entsprechend belasten und ständig Sauerstoff benötigen ist es ganz wichtig, daß Fische in einem Teich gehalten werden, wo Sauerstoffzufuhr durch eine entsprechende Wasserumwälzung und Filtertechnik 24 Stunden am Tag gewährleistet ist.


interview oase tv algen im gartenteich
Dipl. Biologe Dr. Rehms im Interview bei Oase TV


Frage Frau Fischer:
Sie haben jetzt einige präventive Maßnahmen genannt. Aber stellen wir uns einmal vor, ich gehe in meinen Garten, schau auf meinen Teich – und da sind sie schon, die Algen. Was tue ich denn dann?

Antwort Dr. Herbert Rehms:
Wenn die Algen anfangen mich zu stören, bin ich zur Handlung gezwungen. Das erste bei grünem Teichwasser ist die Installation einer entsprechenden Filteranlage. Damit lassen sich Schwebealgen heute problemlos im Griff behalten.

Das zweite Problem sind die Fadenalgen. Die kommen sozusagen als Folge einer vernünftigen Filtertechnik. Fadenalgen brauchen eine gute Wasserqualität und klares Wasser, um wachsen zu können.

Aber Sie führen dadurch, daß sie optisch so unschön aussehen und als meterlange Schnüre quer durch den Teich gehen, einfach dazu, daß man sie nicht haben will.

Dann bleibt nur die Fadenalgen mechanisch abfischen oder durch Einsatz entsprechender Biozide dieses Algen zu bekämpfen. Es gibt Produkte mit Aktiv-Sauerstoff, die sehr schonend die Fadenalgen abtöten.

Es gibt allerdings auch Produkte, die Schwermetalle enthalten, wie zum Beispiel Kupfersulfad, die neben den Algen auch die Filterbiologie abtöten können. Diese Produkte sollte man nicht einsetzen.

Frage Frau Fischer:
Wenn ich mich entschieden habe zu Handeln. Heißt dann „Einmal entfernt – immer entfernt“ – oder muss ich dann mehrmals ran?

Antwort Dr. Herbert Rehms:
Das trifft zu auf die Schwebealgen. Wenn ich eine vernünftige Filteranlage installiert habe, kann ich die Schwebealgen immer auf einem Niveau halten, wo sie nicht stören.

Das trifft nicht zu auf die Fadenalgen. Die Fadenalgen wachsen grundsätzlich da, wo Nährstoffe vorhanden sind.

Das ist wie Unkraut jäten im Garten – wenn es zu viel wird, muss ich da ran und die Fadenalgen wieder entfernen.

Frage Frau Fischer:
Das heißt: Man muss Einiges bedenken, man muss Einiges tun – aber es ist kein unlösbares Problem?

Antwort Dr. Herbert Rehms:

Nein – ein Teich ist eigentlich ein ständiger Quell der Freude. Man muss sich ab und an auch ein bisschen darum kümmern…

Jürgen Saladin

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Gartenteich im Winter – Teichbiologie bei Kälte und Frost – Oase TV Experteninterview mit hilfreichen Tipps für Gartenteichbesitzer

Oase Produktmanager für Filter- und Wasserqualität Boris Klotz steht in diesem Experteninterview von Oase TV Rede und Antwort zu dem Thema „Der Gartenteich im Winter“.

Insbesondere erklärt er Veränderungen der Teichbiologie im Winter und welche Auswirkungen dies im einzelnen auf den Fischbesatz hat.



Das komplette Interview zum Nachlesen:

Frage Frau Fischer:
Was sind Veränderungen, die rund um den Gartenteich vonstattengehen, wenn sich erste Eisschichten auf der Teichoberfläche bilden?

Antwort Boris Klotz:
Generell kommt der Teich über den Winter zur Ruhe. Die biologischen Abbauprozesse laufen stark verlangsamt ab, Pflanzen stellen das Wachstum ein oder sterben ganz ab und die Tiere ziehen sich in tiefere Regionen zurück und bewegen sich entsprechend kaum noch.

Ein weitverbreiteter Irrtum ist allerdings, daß Mikroorganismen über den Winter komplett absterben. Die Stoffwechselprozesse arbeiten sehr, sehr verlangsamt, aber sie sind dennoch vorhanden. Jeder, der schon einmal verdorbene Lebensmittel aus dem Kühlschrank geräumt hat, kann dies bestätigen.

Entsprechend heißt dies, daß im Winter auch Faulgase produziert werden und auch Sauerstoff verbraucht wird.

Frage Frau Fischer:

Wie verhalten sich denn die Fische in den kalten Tagen am Gartenteich?

Antwort Boris Klotz:
Fische halten keinen Winterschlaf, aber sie gehen dennoch in eine „Winterruhe“ über. Dies bedeutet, sie ziehen sich in tiefere Wasserregionen zurück, die Atmung wird entsprechend flacher und die Bewegungen werden auf ein Minimum reduziert.

Eine Ausnahme sind dabei Störe. Die müssen für ihre Atmung ständig schwimmen, sie tun es zwar deutlich langsamer, aber sie müssen sich ständig bewegen.

Generell nehmen die Fische aber trotzdem noch Nahrung auf. Einmal die Woche kann man – aber bitte sehr, sehr sparsam – etwas Sinkfutter zugeben.



Oase Produktmanager Boris Klotz im Interview bei Oase TV


Frage Frau Fischer:

Wo liegen denn ganz spezielle Gefahren für den Fischbesatz im Winter?

Antwort Boris Klotz:
Ja, da gibt es leider eine ganze Menge.

Der erste Punkt ist, daß Die Fische mindestens eine Wassertemperatur von 4 Grad Celsius benötigen. Wenn die Temperatur darunter sinken würde, können sich sogar Eiskristalle in den Kiemen bilden, woran die Tiere tatsächlich auch sterben können.

Die Natur hat dafür einen natürlichen Schutzmechanismus entwickelt. Es gibt die sogenannte „Dichte-Anomalie des Wassers“. Dies bedeutet, dass Wasser mit 4 Grad Celsius die höchste Dichte hat und dementsprechend nach unten sinkt. Das heißt ab einer Tiefe von 1,5 Meter bildet sich eine natürliche Schutzschicht mit 4 Grad Celsius aus – völlig egal wie kalt es draußen ist und wie dick die Eisschicht ist.

Im Gartenteich heißt dies, daß er mindestens 1,5 Meter Tiefe haben sollte. Bleibt die Filteranlage über den Winter in Betrieb, sollte die Pumpe höher gesetzt werden oder Bodenabläufe geschlossen werden.

Ein zweiter wichtiger Punkt ist, daß der Teich durch eine Eisschicht komplett gegenüber der Atmosphäre isoliert ist. Das bedeutet, daß schädliche Faulgase, wie etwa Schwefelwasserstoff, nicht entweichen können und Sauerstoff im Gegenzug nicht in den Teich kommen kann.

In einem natürlichen See ist das alles kein Problem, da dieser deutlich mehr Wasser hat. In einem Gartenteich sollte man unbedingt dafür sorgen, daß man eine kleine Stelle eisfrei hält, damit die Gas entsprechend ausgetauscht werden können.

Der dritte wichtige Punkt ist die Winterruhe der Fische. Das heißt, wenn Kinder auf der zugefrorenen Eisfläche spielen oder ein gutgemeintes Aufhacken der Eisfläche gemacht wird, kann dies wirklich fatale Folgen haben. Die Fische werden aufgeschreckt, die Stoffwechsel fahren rapide nach oben und dadurch kann es zu Fischsterben kommen.

Frage Frau Fischer:

Wie sehen den die klassischen Vorbereitungen für den Winter aus?

Antwort Boris Klotz:
Bereits im Herbst wird der Grundstein gelegt für die sichere Überwinterung der Tiere. Abgestorbenes Pflanzenmaterial sollte entfernt und die Teichpflanzen zurückgeschnitten werden.

Der Teichgrund sollte mit einem Pondovac Teichschlammsauger abgesaugt werden, damit im Winter keine Faulgase entstehen können.

Der Teichbesitzer sollte weiterhin darauf achten, daß die Fische entsprechend konditioniert werden. Also im Herbst schon einmal prüfen, ob die Tiere Erkrankungen haben, wie etwa Parasitenbefall, damit man noch rechtzeitig vor dem Winter reagieren kann.

Man kann eine kleine Kur machen mit den Tieren, wobei Vitamine zugeführt werden und Wunden behandelt werden.

Ganz wichtig ist es die Wasserqualität noch einmal zu überprüfen.



Frage Frau Fischer:

Wie bietet Oase seinen Kunden an, um eine komplettes Zufrieren der Eisfläche zu verhindern?

Antwort Boris Klotz:
Nur die wenigsten Teichbesitzer haben die Möglichkeit ihren Teich komplett abzudecken, um das Zufrieren zu verhindern. Wir bieten technisch eine Lösung.

Mit unseren Icefree 20 haben wir schon seit längerem einen Eisfreihalter im Sortiment, der mittels einer kleinen Pumpe das Tiefenwasser ausnutzt und an die Oberfläche fördert. Dadurch verhindert man das komplette Zufrieren des Teiches. Dies funktioniert aber nur bei tieferen Teichen.

Aktuell haben wir mit dem Icefree Thermo einen Eisfreihalter im Sortiment, der ein aktives Heizelement integriert hat. Das heißt, es wird aktiv geheizt.

Das größere Modell Icefree Thermo 330 besitzt zusätzlich einen integrierten Frostwächter, der das Gerät nur dann aktiviert, wenn tatsächlich auch Frostgefahr besteht. Das hilft natürlich auch Energie zu sparen.

Jürgen Saladin

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