Fadenalgen beseitigen – Schritt füt Schritt – Wie kann man Fadenalgen in einem Gartenteich entfernen? Dies ist eine oft gestellte Frage unserer Kunden – Fadenalgen bekämpfen – Hier die Anleitung:

Fadenalgen beiseitigen in einem Gartenteich ist eines der Hauptprobleme unserer Teich-Kunden. Immer wieder erreichen mich Anfragen per Email, wie man vorgeht, um Fadenalgen zu bekämpfen, bzw. Fadenalgen zu beseitigen.

Fadenalgen beseitigen – Hier eine typische Anfrage

„Sehr geehrter Herr Saladin,
mein Teich ist jetzt schon voller Fadenalgen.
Was könnte ich ihrer Meinung nach
schon vor dem Start meines Teichfilters tun?

Für eine Aufklärende Antwort wäre ich ihnen dankbar.
Mit freundlichen Grüßen – Jürgen K.“

Video-Tutorial Fadenalgen beseitigen – Grundlagenwissen

Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit und schauen sich das folgende Video an:

Fadenalgen bekämpfen/entfernen/beseitigen – Hier unsere Antwort:

Wie empfehlen Ihnen sofort und nachhaltig die Fadenalgen zu beseitigen, in dem Sie eine Kombination von ökologisch sinnvollen Produkten einsetzen.

Dies sind: AlgoLon, um die Fadenalgen direkt zu beseitigen, SeDox, um das Phosphat zu binden und AlgoClear, um das Nachwachsen der Fadenalgen zu vermeiden.

Basis-Info Fadenalgen – Das sollten Sie wissen und beachten:

AlgoLon (nur gegen Fadenalgen) wirkt nur im Moment des Einsatzes, nicht längerfristig. Die absterbenden Fadenalgen geben das in ihrem Bindegewebe gespeicherte Phosphat wieder an das Teichwasser ab.

Deshalb sollten Sie bei der Algenbekämpfung immer auch den Phosphatbinder SeDox einsetzen, um der „nächsten Generation von Algen“ die Nahrungsgrundlage zu entziehen

Um auch ein schnelles Nachwachsen der Algen nach Einsatz von AlgoLon zu verhindern empfehlen wir den zusätzlichen Einsatz von AlgoClear, da AlgoClear gegen nahezu alle Arten von Algen wirkt und durch den zusätzlich enthaltenen Licht-Filter „SpectroSorp“ die Nachbildung von Algen stark behindert.

fadenalgen beseitigen im gartenteich
Fadenalgen beseitigen – keine schöne Arbeit für Teichbesitzer

Der Ablauf der Fadenalgenbekämpfung sollte wie folgt sein:

Bitte stellen Sie sicher, daß der pH-Wert ist nicht höher als 8,5 ist, da die eingesetzten Mittel sonst nur eingeschränkt wirken.

1. Tag:
AlgoLon direkt über die freistehenden Fadenalgen streuen (Kontaktmittel) und alles abkeschern, was an die Wasseroberfläche aufgetrieben wird.

2. Tag:
SeDox (30 g/m³) über die ganze Wasserfläche streuen zur Phosphatbindung.

-> SeDox muss 6-8 Wochen am Boden liegen bleiben! Falls das Pulver im Schwimm­bereich [bei Schwimmteichen] störend wirken sollte, ist es auch möglich, die Gesamt­menge nur im Regenerationsbereich einzusetzen.

-> Sollten im Teich Störe/Sterlets eingesetzt sein, darf SeDox nur in Bereichen verwendet werden, wo diese Tiere nicht hinkommen!

5. Tag:
AlgoClear (25 ml/m³, verdünnt 1:10 mit Teichwasser) gleichmäßig im Teich verteilen.

UV-Lampe ausschalten! (2-3 Tage)

6. Tag:
nochmals gleiche Menge AlgoClear einbringen wie am Vortag

10-14 Tage später:
nochmals AlgoClear (50 ml/m³) einsetzen.

-> Sollten nur noch wenige Fadenalgen nachwachsen, würde es auch ausreichen, diese gezielt nur mit AlgoLon zu bekämpfen, also kein AlgoClear mehr anzuwenden.

Dann abwarten, was in den kommenden 2 Wochen passiert. Da SeDox eine Wirkzeit von 6-8 Wochen hat und erst am Ende dieser Wirkzeit der Phosphatgehalt auf unter 0,035 mg/l abgesenkt ist, kann es durchaus sein, dass das Algenproblem noch einige Zeit anhält, bis das Wasser von Phosphat ausgemagert ist.

WICHTIG: Nachwachsende Fadenalgen beseitigen

Wichtig ist, nachwachsende Algen auch während der SeDox-Wirkzeit immer zu bekämpfen – wenn nötig sogar 2-3 mal, damit auch die Nährstoffe aus diesen Algen wieder freigesetzt und vom SeDox gebunden werden können.

Falls es einen ständigen Phosphateintrag in den Teich gibt, kann es auch nötig sein, SeDox nach 8 Wochen noch einmal nachzudosieren.

Phophateintrag entsteht durch:

  • Fische,
  • Fischfutter
  • Blütenstaub
  • Laub
  • Düngemittelrückstände
  • absterbende Mikroorganismen
  • evtl. belastetes Füllwasser o.ä.

Fazit:
Fadenalgen beseitigen ist schnell und nachhaltig möglich, sofern der Teichbesitzer die richtigen Schritte durchführt.

Jürgen Saladin

Verwandte Beiträge:
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>> Grünalgen und Fadenalgen im Gartenteich
>> Wie Sie in kurzer Zeit Fadenalgen aus Ihrem Gartenteich beseitigen

 

 

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Was tun gegen Fadenalgen? – Fadenalgen im Teich sind eines der größten Ärgernisse für Teichbesitzer – Erfahren Sie die Ursachen für Fadenalgenwachstum, was Sie akut gegen Fadenalgen tun können und wie Sie wirksam vorbeugen

Erfahren Sie in diesem Artikel über Fadenalgen

  • Die Ursachen für Fadenalgenwachstum
  • Was Sie akut gegen Fadenalgen tun können
  • Wie Sie auch Vorsorge gegen Fadenalgenwachstum treffen können

Probleme die Fadenalgen bereiten:

Fadenalgen sind für viele Teichbesitzer ein großes Problem. Sie sehen nicht nur unschön aus, sondern können die Teichbiologie auch ernsthaft schädigen. 

Aus biologischer Sicht verursachen Fadenalgen drei Probleme:

  • Durch ihre Photosynthese produzieren sie tagsüber soviel Sauerstoff, dass dieser giftig ist. 

    Das ist nur den wenigsten bekannt, denn normalerweise sagt man ja, dass Sauerstoff gut für den Teich ist. 

  • Nachts veratmen die Fadenalgen den lebensnotwendigen Sauerstoff und können den Gartenteich somit zum Umkippen bringen. 

    Ein großes Problem, denn nachts sind nur Verbraucher und keine Produzenten (wie z.B. Wasserpflanzen und Algen) am Werk. 

  • Um weitere Biomasse aufzubauen, benötigen die Fadenalgen Kohlenstoff, den sie aus dem Wasser entnehmen. 

    Die gut verfügbaren Quellen wie gelöstes Kohlendioxid und Kohlensäure sind schnell aufgebraucht. Danach knacken Algen die für den Teich so wichtige Karbonathärte auf und reduzieren sie deutlich. 

    Das Wasser wird instabil, der pH-Wert schwankt und das Teichsystem ist in großer Gefahr.


Fadenalgen im Gartenteich – Das Info Video


Fadenalgen benötigen klares, sauberes Teichwasser

Fadenalgen treten besonders gerne in Teichen mit klarem Wasser auf, da sie dann viel Licht für Ihren Stoffwechsel haben. 

Das ist für viele Teichbesitzer immer wieder ein Übel: Die Schwebealgen – also das grüne Wasser – wurden bekämpft und kurz danach fangen die Fadenalgen an zu wachsen. 

Wachstumsfaktor Phosphat

Der wichtigste Nährstoff der Fadenalgen ist Phosphat. Schon geringe Mengen genügen, um die Fadenalgen wuchern zu lassen – selbst im Winter, nach ein paar schönen Sonnentagen. 

Phosphat und Licht genügen. Denn Fadenalgen wachsen schon ab einer Temperatur von 2 Grad Celcius.

Das mechanische Entfernen von Fadenalgen macht wenig Hoffnung auf Erfolg, denn die Fadenalgen leben in einer Symbiose mit Schleimpilzen und Bakterien. 

Nimmt man die Algen heraus, so bleiben die Symbiosepartner im Teich und wachsen mit den Algenbruchstücken erneut weiter.

Wirksam: Biologische Bekämpfung der Fadenalgen

Besser ist die gezielte biologische Bekämpfung der Fadenalgen mit dem Fadenalgenvernichter AlgoLon. 

Dabei wird das Produkt auf die Algen gestreut, zersetzt sich dort zu Wasserstoffperoxid und reagiert mit den Algenzellen. 

AlgoLon gegen Fadenalgen Fadenalgen in Gartenteichen kann man gezielt und wirkungsvoll bekämpfen mit AlgoLon.

AlgoLon zerstört die Zellstruktur der Fadenalgen.

Die abgestorbenen Algen können wenige Stunden nach der Anwendung abgekeschert werden

Die Algenzellen sowie die Schleimpilze und Bakterien werden regelrecht verbrannt. Vom Produkt bleiben nur Wasser und Sauerstoff übrig. 

AlgoLon – Sicher auch während der Anwendung

Auch während der Anwendung ist der Fadenalgenvernichter AlgoLon absolut sicher für Ihre gesamte Teichbiologie.

Algolon Fadenalgenvernichter zerstört Fadenalgen innerhalb von einer Woche – Sehen Sie selbst:



Fadenalgen im Uferbereich

noch intakte Fadenalgenzellen

Fadenalgen 1 Min. nach
Einsatz von Algolon

5 Min. nach Anwendung ist
die Reaktion in vollem Gange

Fadenalgenzellen 15 Min.
nach der Behandlung

3 Std. nach der Behandlung

24 Std. nach der Behandlung

nach 24 Std. sind die Zellen
bereits stark geschädigt

1 Woche nach der Handlung
sind die Algen komplett zersetzt.
Die Biomasse kann abgesaugt werden

Nach einer Woche Fadenalgen komplett zersetzt

Eine Woche nach der Behandlung sind die Fadenalgen komplett zersetzt.

Betrachten Sie noch einmal den Unterschied. Im ersten Bild der ursprüngliche Zustand – und im letzten Bild die gleiche Stelle im Teich eine Woche nach der Behandlung mit AlgoLon. 

Die Fadenalgen sind komplett verschwunden. Das Teichwasser ist glasklar!

Vorbeugen und weiteres Fadenalgenwachstum verhindern

Jetzt gilt es vorzubeugen und weiteres Fadenalgenwachstum zu verhindern. 

Denn Vorsicht: Fadenalgen haben eine kleine Gemeinheit auf Lager, die viele Teichbesitzer zum Verzweifeln bringt, da Sie dies nicht wissen:

Beim Absterben geben die Fadenalgen das in ihrem Bindegewebe gespeicherte Phosphat wieder an das Teichwasser ab, und legen somit sofort wieder den Grundstein für die nächste Algenplage.

Elementar wichtig: Phosphate binden

Wichtig ist jetzt die Bindung der Phosphate durch den Phosphatbinder SeDox.

Dieses Produkt reagiert 6 Wochen lang mit den Phosphaten und wandelt sich in Apatit um, so dass die Phosphate für das erneute Algenwachstum nicht mehr als Nahrungsgrundlage zur Verfügung stehen. 


AlgoLon erhaeltlich bei gartenshop-online.de AlgoLon und SeDox

gibt es bei den Teichspezialisten von:

www.gartenshop-online.de

Fazit:

Man kann gar nicht oft genug sagen, dass die Nährstoffbindung der Schlüssel zum langfristigen Erfolg bei der Algenvermeidung ist – bei Fadenalgen aber auch bei Schwebealgen.

Jürgen Saladin

Verwandte Beiträge:

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>> Wie ich den Gartenteich meines Schwagers in wenigen Tagen von Fadenalgen befreit habe

Klarer Gartenteich zum Fünfzigsten – Wie ich den Gartenteich meines Schwagers in wenigen Tagen von Fadenalgen befreit habe

Am 14 Mai kam Karl-Heinz, der Mann meiner Schwester, zu uns ins Geschäft und lud mich und meine Familie zu seinem fünfzigsten Geburtstag in 14 Tagen ein. „Wo feierst du denn?“ fragte ich ihn. „Na bei uns im Garten“, meinte er.

„Ich muss nur noch den Teich etwas sauber machen. Der ist voller Fadenalgen. Das sieht für die Gäste nicht gerade schön aus.“ „Weißt du was?“ – schlug ich ihn vor – „Ich schenke dir zum deinem „Fünfzigsten“ einen klaren Teich. Einverstanden? Klar war Karl-Heinz einverstanden.

Er hatte eine Sorge weniger. Ich hatte zwar das Problem mit dem Geschenk gelöst, musste mich jetzt aber dringend um seinen Gartenteich kümmern. Ob die 14 Tage gereicht haben?

Lesen und sehen Sie, wie ich die Sache angegangen bin und ob ich den gewünschten Erfolg hatte…


Tag 1 – Bestandsaufnahme und Algenwuchs bekämpfen

Der Gartenteich meines Schwagers hat ein Teichwasservolumen von etwa 10000 Litern. Es gibt keinen Fischbesatz. Das Biotop ist sehr großzügig bepflanzt mit vielen unterschiedlichen Teichpflanzen. Es ist keine Filteranlage im Einsatz.

Der Teich ist schon einige Jahre alt und hat sich immer im biologischen Gleichgewicht gehalten. Doch dieses Jahr gab es zum ersten Mal sehr starkes Wachstum von Fadenalgen, die sich an zwei Stellen „breit machten“.

  • im flachen Wasser direkt an den Pflanzen
  • in tieferen Teichzonen an den Teichrändern

gartenteich fadenalgen pflanzzone
Fadenalgennester im flachen Wasser direkt an den Pflanzen


In diesem Frühjahr haben verschiedene Witterungseinflüsse diese Entwicklung in vielen Teichen erst ermöglicht, beziehungsweise noch verstärkt:

  • extreme Trockenheit im April und Mai
  • sehr hohes Aufkommen von Blütenpollen
  • fast schon sommerlich hohe Temperaturen
  • viele, viele klare, sonnenreiche Tage

Geradezu ideale Bedingungen für üppiges Algenwachstum.


gartenteich fadenalgen
Oje!! Extremes Fadenalgenwachstum am Teichrand


Mechanisches Entfernen hat wenig Hoffung auf Erfolg

Ursprünglich wollte mein Schwager Karl-Heinz die Fadenalgen einfach „rausreißen“. Doch damit schafft man sich in der Regel nur neue Probleme.

Zum einen ist es ziemlich mühsam und schwierig in vielen Pflanzbereichen die Fadenalgen zu entfernen, da diese sich regelmäßig sehr hartnäckig an den Pflanzenstielen ansiedeln und „festhalten“. Man schädigt bei dieser Methode zwangsläufig viele Teichpflanzen…

Zum anderen hat das mechanische Entfernen von Fadenalgen wenig Hoffnung auf Erfolg, denn die Fadenalgen leben in einer Symbiose mit Schleimpilzen und Bakterien. Nimmt man die Algen heraus, so bleiben die Symbiosepartner im Teich und wachsen mit den Algenbruchstücken erneut weiter.

Besser ist die gezielte Bekämpfung der Fadenalgen mit dem AlgoLon aus dem Lavaris-Lake-Sortiment. Dabei wird das Produkt auf die Algen gestreut, zersetzt sich dort zu Wasserstoffperoxid und reagiert mit den Algenzellen.


gartenteich faldenalgen nach algolonFadenalgennester in der Pflanzzone direkt nach dem
Bestreuen mit AlgoLon – Reaktion beginnt sofort


Sofort einsetzende Oxidation zerstört Zellstruktur

AlgoLon wirkt durch die schnelle Freisetzung von aktivem Sauerstoff im Wasser. Die sofort einsetzende Oxidation zerstört die Zellstruktur der Fadenalgen.

Durch die patentierte Wirkstoff-Formel werden auch die mit den Fadenalgen in Symbiose lebenden Schleimpilze abgetötet.


gartenteich fadenalgen wirkung von algolonDie Oxidation setzt sofort ein – Luftbläschen steigen noch oben…


Fadenalgen nach wenigen Stunden abkechern

Nach wenigen Stunden sind die Fadenalgen komplett zerstört und treiben nun an der Teichoberfläche. Jetzt ist es wichtig, diese so gut es geht aus dem Teich herauszuholen.


gartenteich fadenalgen  abkechernSorgfältiges Abkechern der abgestorbenen Fadenalgen


Bei diesem Arbeitsschritt ging ich sehr sorgfältig vor. Denn je mehr Biomasse ich aus dem Teich heraus bekam, desto besser. Die Belastung der gesamtem Teichbiologie, die abgestorbenen Fadenalgen zu „verstoffwechseln“, wollte ich möglichst auf das Minimum reduzieren.

Wichtiger Praxistipp:

Die „Behandlung“ der Fadenalgen mit AlgoLon sollte man möglichst vormittags durchführen. Dann hat man noch genügend Zeit die abgestorbene Biomasse am gleichen Tag aus dem Teich zu holen.

Warten Sie auf keinen Fall bis zum nächsten Tag. Über Nacht sinkt der Großteil der abgestorbenen Fadenalgen auf den Teichgrund und ist – wenn überhaupt – ungleich schwerer abzukechern.

Tag 2 – Nachbehandlung Teil 1 mit SeDox und ClearLake

Als ich am nächsten Tag wieder vorbeischaute, sah der Teich meines Schwagers schon wieder viel „freundlicher“ aus.


gartenteich fadenalgen verschwundenDiese Stelle war am Tag zu vor noch voller Fadenalgen…


Jetzt galt es vorzubeugen, um weiteres Fadenalgenwachstum zu verhindern.

Denn Vorsicht:
Fadenalgen haben eine kleine Gemeinheit auf Lager, die viele Teichbesitzer zum Verzweifeln bringt, da Sie dies nicht wissen:

Beim Absterben geben die Fadenalgen das in ihrem Bindegewebe gespeicherte Phosphat wieder an das Teichwasser ab, und legen somit sofort wieder den Grundstein für die nächste Algenplage.

Wichtig ist jetzt die Bindung der Phosphate durch den Phosphatbinder SeDox.


gartenteich fadenalgen sedox und clearlakePulverförmige Teichpflegemittel wie SeDox und ClearLake werden
einfach mit einer kleinen Blumenkelle eingestreut…


Der Phosphatbinder SeDox reagiert 6-8 Wochen lang mit den Phosphaten und wandelt sich in Apatit um, so dass die Phosphate für das Algenwachstum nicht mehr zur Verfügung stehen.

Anschließend gab ich noch eine Dosierung ClearLake in den Teich, um die biologische Selbstreinigungskraft des Teiches zu stärken und den Abbau der am Tag zuvor abgestorbenen Fadenalgen zu forcieren. Alle hatte ich nicht erwischt…

Förderung und Stabilisierung des biologischen Gleichgewichts

Außerdem wollte ich den biologischen Abbau von eingetragenem Laub und abgestorbenen Pflanzen – beides war reichlich am Teichboden
vorhanden – durch die Zugabe von ClearLake aktivieren und das Teichsystem somit langfristig stabilisieren.

ClearLake wirkt gegen Fäulnis und Schadgasbildung im Teich, fördert den Pflanzenwuchs und bewirkt natürlich klares, gesundes Wasser.


gartenteich gegen fadenalgen sedox und clearlake im gartenteichDie Teichoberfläche kurz nach Einbringung von SeDox und
ClearLake. Sieht milchig aus, verschwindet aber nach kurzer Zeit.


Wichtiger Praxistipp:

Pulverförmige Teichpflegemittel kann man komplett an einem Tag in den Teich geben. Ich habe aber mit SeDox und ClearLake einen Tag gewartet. Warum?

Hätte ich diese Mittel zusammen mit dem AlgoLon eingebracht, wäre der Großteil zusammen mit den abgestorbenen Fadenalgen sofort wieder heraus gekechert worden.

Nach der Einbringung von ClearLake und Sedox habe ich das Pulver, das sich auf den Teichpflanzen und auf den Seerosenblättern befand einfach durch vorsichtiges „wackeln, untertauchen oder bespritzen“ entfernt.


Zwischenfazit:

Bis jetzt war ich mit meiner „Geschenkaktion“ zufrieden. Schon nach zwei Tagen hatte ich die Fadenalgen zum größten Teil aus dem Teich und schon erste Vorsorgemaßnahmen getroffen.


Als ich nach fünf Tagen wieder vorbei schaute, sah der Gartenteich von Karl-Heinz schon sehr gut aus. Meine Maßnahmen waren erfolgreich und hatten sich bis jetzt bewährt.


gartenteich fadenalgen algoclear vorbeugung
Am 5- ten Tag sah der Teich meines Schwagers sehr gut aus…


Aber blieb alles so? Es war immer noch reichlich Phospat im Teich. SeDox braucht 6 bis 8 Wochen, bis es voll durchgewirkt hat und den Phosphatanteil im Teichwasser nachhaltig reduziert.

Während dieser Zeit kann es durchaus wieder zu Fadenalgenwachstum kommen. Und die Dinger wachsen und vermehren sich blitzschnell – „quasi über Nacht“ – wir mir viele betroffene Teichreportleser immer wieder berichten.

Um aber den zahlreichen Gästen am 50. ten Geburtstag in ein paar Tagen einen algenfreien Gartenteich zu präsentieren, ging ich jetzt „auf Nummer sicher“ und schob noch eine weitere vorbeugende Maßnahme nach.

Tag 5 +6 – Nachbehandlung Teil 2 AlgoClear zur Vorbeugung

AlgoClear ist ein Spezialwirkstoff gegen Algen. Unter anderem hat es die Fähigkeit – durch einen für das menschliche Auge nicht sichtbaren Farbstoff – den Algen einen wichtigen Bestandteil des Sonnenlichts zu entziehen, den diese für ihr Wachstum benötigen.

Dadurch eignet es sich – neben seiner Hauptaufgabe der Bekämpfung der einzelligen Grünalgen – auch hervorragend zur vorbeugenden Behandlung des Teichwassers gegen Grün-, Blau- und Fadenalgen.


gartenteich fadenalgen algoclear einbringung in gartenteich
Mit einer Gießkanne das verdünnte AlgoClear gut im Teich verteilen…


Um die Wirksamkeit der zuvor in den Teich eingebrachten Pflegemittel SeDox und ClearLake nicht zu beeinträchtigen, sollte man 2-3 Tage mit der Dosierung von AlgoClear warten.

Weitere Steigerung der Effektivität von AlgoClear

Um die Effektivität dieserVorbeugemaßnahme zu steigern wandte ich noch zwei, in der Praxis bewährte Kniffe an:

  • Ich teilte die Dosierung auf zwei Tage auf. Ich brachte also die Hälfte der Dosierung (25 ml/1000l) an Tag 5 ein. Die zweite Hälfte an Tag 6.Dadurch verdoppelte ich die Wirkzeit ohne die Dosierung zu erhöhen. Für einen Teich in diesem Zustand und zur Vorbeugung völlig ausreichend.
  • Ich brachte das AlgoClear immer am frühen Morgen in den Teich ein. Durch den Tagesstoffwechsel der Alge wird mit dieser Maßnahme erreicht, dass die Wirkstoffe ambesten aufgenommen werden.

Wichtiger Praxistipp:

Die ermittelte Menge AlgoClear soll mit der 10-fachen Menge Wasser verdünnt werden. Am besten benutzt man für diesen Schritt eine normale Gießkanne.

Man füllt die Gießkanne mit Teichwasser (kein Leitungswasser!!), gibt das dosierte AlgoClear dazu, mischen und gut verteilt in den Teich einbringen.

Zusatz- Info:
Wird AlgoClear zur akuten Bekämpfung von Grünalgen (grünes Wasser) eingesetzt, ist es sehr empfehlenswert nach zwei bis drei Wochen noch einmal eine Nachdosierung vorzunehmen.

Dadurch wird der Wirkungsgrad noch einmal erhöht und auskeimende Dauerformen werden wirksam bekämpft.


Tag 14 – Fünfzigster Geburtstag von Karl-Heinz

Gut gelaunt ging ich dann auf die Geburtstagsfeier meines Schwagers. Obwohl es in der Zwischenzeit immer sehr heiß war und es nur sehr schöne, sonnenreiche Tage gab, war eigentlich kein weiteres Algenwachstum zu erwarten.


gartenteich ohne fadenalgen teichwasser klar
Mission erfüllt – Der Teich ist klar – Die Feier kann beginnen…


So war es auch. Das Teichwasser war glasklar. Keine Fadenalgen mehr zu sehen. Ich war zufrieden und mein Schwager staunte nicht schlecht.

Wollte er doch ursprünglich die Fadenalgen einfach „rausreißen“, was sehr mühsam ist und wenig Hoffnung auf Erfolg hat.


gartenteich fadenalgen durch algolon und sedox bekaempft
„Schau da unten schimmert das Apatit etwas weißlich…“


SeDox entzieht dem Nahrungsangebot der Algen das Phosphat

Bei einer kurzen Besichtigung machte ich Karl-Heinz auf das weißliche Schimmern am Teichgrund aufmerksam. Es war ihm bis jetzt gar nicht aufgefallen.

„Schau da unten auf dem Grund schimmert es etwas weißlich. Das kommt vom SeDox. Das holt das Phosphat aus dem Wasser, entzieht den Algen diesen wichtigen Nährstoff und wandelt ihn in das unlösliche Mineral Apatit um.

Das ist für die gesamte Teichbiologie vollkommen ungefährlich, aber die Algen haben dann keinen Zugriff mehr. Aber deine Teichpflanzen können das gebundene Phosphat dennoch über die Wurzeln aufnehmen.“

Mein Schwager staunte nicht schlecht. Er kennt zwar jede seiner Teichpflanzen mit Vornamen, aber das war für ihn auch neu…

Antipasti direkt am Gartenteich serviert


gartenteich ohne faldenalgen antipastiAntipasti serviert direkt am klaren Teich


Meine Schwester ergriff die günstige Gelegenheit und servierte die Antipasti für die Geburtstagsgäste direkt am Teichufer mit Blick auf das algenfreie Biotop.

Guten Appetit…


gartenteich fadenalgen sekt
Alles Gute zum Geburtstag…


Die Vorgehensweise in der Übersicht

Zum Abschluss dieser Teichinfo noch einmal meine Vorgehensweise zur Bekämpfung der Fadenalgen in der Übersicht.

  • Tag 1: AlgoLon (30 g/m³/morgens))
  • Tag 2: SeDox (30 g/m³) und ClearLake (50 g/m³)
  • Tag 5: AlgoClear (25 ml/m³/morgens)
  • Tag 6: AlgoClear (25 ml/m³/morgens)

klarer gartenteich Die Party ist in vollem Gange….


Jürgen Saladin www.teichreport.de


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Grünalgen und Fadenalgen im Gartenteich – Wie starke Regenfälle Algenwachstum und Wasserwerte im Gartenteich beeinflussen und welche Mittel gegen Algen jetzt helfen

Thema heute: Welchen Zusammenhang gibt es zwischen starken Regenfällen und Algenwachstum?

Erinnern wir uns kurz zurück (wenn auch ungern!). Der Mai 2010 war einer der regenreichsten seit über einhundert Jahren. Auch im Juni wurde das Wetter nicht viel besser. Immer wieder starke Regenfälle…

Was hat dies mit Ihrem Gartenteich zu tun? Wie beeinflussen starke Regenfälle die Wasserwerte? Und wieso kann dies zu vermehrtem Algenwachstum führen?

Lesen Sie die folgenden Ausführungen aufmerksam durch und vergleichen Sie, ob auf Ihren Teich der ein oder andere Faktor auch zutreffen könnte.


Punkt 1: Regenwasser ist „weich“

Regenwasser ist mineralienarmes Wasser. Es fehlt die für ein Teichwasser notwendige Menge an z.B. Calciumhydrogencarbonat, Calciumcarbonat und andere wichtige Bestandteile.

In Teichen, die mit Regenwasser gespeist werden, ist erfahrungsgemäß die Karbonathärte sehr niedrig, der KH-Wert liegt meist weit unter 5° dH. Da der KH-Wert auch Auswirkungen auf den pH-Wert hat, kann es in diesen Teichen schnell zu einem gefährlichen Ungleichgewicht kommen.(>> Hintergrund-Infos)

Lesen Sie jetzt gleich den Artikel über die Auswirkungen von pH-Wert Schwankungen auf Teichpflanzen und Fische, sowie auf das Algenwachstum in diesem Teich-Blog. >> zum Artikel hier klicken

Viel Regenwasser macht also das Teichwasser nach und nach immer „weicher“. Algen „lieben“ weiches Wasser, ist es doch für sie das optimale Milieu, um sich zu teilen und sich rasch zu vermehren.

Zudem ist Regenwasser durch die aus der Luft ausgewaschenen Schadstoffe kein sauberes Wasser mehr. Das Problem mit dem „sauren Regen“ kennen Sie sicher auch. Dies kann zu weiterem Nährstoffeintrag (= Nahrung für Algen) führen.


Punkt 2: Starke Regenfälle können zu Nährstoffeintrag durch Einschwemmung über den Teichrand führen

Je nachdem wie der Teichrand gestaltet ist, kann es bei sehr starken oder auch lange anhaltenden Regenfällen zu Einschwemmungen von Wasser und Erdreich über den Teichrand kommen.


Zur Demonstration hier einige Bilder von unserem „Testteich“ von Herrn Suermann aus Heidelberg.

Hier bei einer „Lagebesprechung“ im Frühjahr. Der Teich besteht schon 10 Jahre, wurde aber sich selbst überlassen.

Durch das Einbringen der Teichpflegeprodukte aus dem „Lavaris
Start-Set
“ konnten die lästigen Algenentwicklungen
der letzten Jahre weitest gehend verhindert werden.

Die Teichwasserwerte waren alle im „grünen“ Bereich.

Allerdings machte ich Herrn Suermann schon damals auf eine Problematik aufmerksam, die mit dem Teichrand zusammenhängt.


Die Randgestaltung des Teiches ist sehr ungünstig gestaltet.

Es ist keine Abgrenzung zum umliegenden Erdreich vorhanden.

Die Pflanzen wachsen bis an das Wasser, Wurzeln ragen teilweise in den Teich hinein.

Bei heftigen Regenfällen oder auch bei länger anhaltenden Regenperioden fließt Oberflächenwasser zwangsläufig in den Teich und bringt Phosphate aus dem Erdreich mit ein.

Algenbildung ist die Folge…


Hier ein Bild von dieser Stelle Anfang Juni 2010.

Es bilden sich am Teichrand an diesen Stellen Fadenalgennester.

Kein Wunder. Eine Messung des Phosphatwertes ergab einen Wert von 0,095 mg/l.

Schon ab einem Wert von 0,035 mg/l ist mit vermehrtem Algenwachstum zu rechnen.

Jetzt hilft nur eine Bekämpfung der Fadenalgen mit AlgoLon und eine Dosierung SeDox zur Phosphatbindung.

Je früher, desto besser.

Unglaublich, aber nicht zu widerlegen:

0,3 mg Phosphat pro Liter Wasser kann 250 gr Algenbiomasse erzeugen. 3 mg Phosphat erzeugen somit 2,5 kg Algenbiomasse. Die entstehende Algenbiomasse entspricht also dem 2,5 Millionen-fachen des Eigengewichts des Phosphats!!

Zusatzinfo: SeDox hat eine Wirkzeit von mindestens 6 Wochen. Während dieser Zeit reduziert SeDox den Phosphatgehalt im Wasser auf ein Maß unterhalb des für übermäßiges Algenwachstum entscheidenden Wertes von 0,035 mg/l.

Allerdings ist dies ein biologischer Prozess.

Mit der Einbringung von SeDox in das Teichwasser ist das Phosphat immer noch vorhanden und steht den Algen auch weiterhin zu Verfügung. Es braucht eben seine Zeit bis der Teich „abgemagert“ ist. Bei hohem Phosphatgehalt oder dauernder Zufuhr sollte man nach 6 Wochen wieder nachdosieren.


Punkt 3: Starke und lange anhaltende Regenfälle können zu Nährstoffeintrag durch überhängende Bäume oder Sträucher führen

Dies ist bei dem Teich von Herrn Suermann auch ein Faktor. Aber ich kann Ihnen dies an dem sehr viel größeren Teich (140 m³) von Herrn Tietz aus Rauenberg besser zeigen:


Auf der rechten Seite sehen Sie einen Baum, dessen Äste weit in den Teich hineinragen.

Bei Regenfällen werden nun alle Verunreinigungen, die sich an den Ästen und Blättern angesammelt haben in den Teich gespült (= Phosphateintrag).

Blätter, die unter der Oberfläche sind, faulen ab und werden zu Biomasse. Das ist natürlich nicht optimal, aber Herr Tietz will es so lassen, da es so urwüchsig aussieht.


Im Hintergrund sehen Sie mich bei der Einbringung von Teichpflegemitteln.

Das Teichwasser sieht nach der Einbringung etwas „milchig“ aus. Das ist ganz normal und verschwindet nach ein, zwei Tagen wieder.

Für die Teichbewohner ist dies vollkommen ungefährlich, da es sich um rein biologische Produkte handelt.

Im Gegenteil: natürliche Mechanismen, die in ungeschädigten Gewässern für deren Reinigung und qualitative Stabilität verantwortlich sind und funktionieren, werden wieder in Gang gesetzt.

Der Teich erhält Hilfe zur Selbsthilfe.


Herr Tietz konnte sich anschließend vom hervorragendem Zustand seiner neugierigen Lieblinge überzeugen.

Jürgen Saladin www.teichreport.de