Fadenalgen und Grünalgen verursachen die größten Probleme in einem Gartenteich – Um Algen wirkungsvoll zu bekämpfen muss man die Ursachen der Algenbildung verstehen – Hier drei Info-Videos zur Algenproblematik

Wie entstehen Algen im Gartenteich?

Laut unserer ständig laufenden Umfrage bei unseren Teichreportlesern gibt es zwei Kernprobleme in ihren Gartenteichen:

33% kämpfen mit Fadenalgen
26% haben mit Grünalgen (grünes Wasser) große Probleme

Um diese Probleme dauerhaft in den Griff zu bekommen, ist es hilfreich, erst einmal zu verstehen, wie Algen im Gartenteich entstehen.

Die zwei großen Gruppen: Grünalgen (grünes Wasser) und Fadenalgen 

Es gibt tausende verschiedener Arten von Algen, je nach Wasserzusammensetzung und Wasserqualität, die da entsprechend vorkommen.

Generell kann man die Algen einteilen in zwei große Gruppen. Das erste sind die Schwebealgen. Das sind mikroskopisch kleine Algen, die entsprechend ihrem Namen frei im Wasser schweben. Die sieht man gar nicht mit bloßen Auge.

Die führen nur dazu, daß das Wasser grasgrün wird und man die Fische letztendlich nicht mehr sehen kann.

Die zweite Gruppe sind die Fadenalgen. Die Fadenalgen wachsen auf festen Sedimenten, auf Steinen, auf Schläuchen, auf der Teichfolie.

Sie fallen dann dadurch auf, dass sie als meterlange Schnüre quer durch den Teich gehen und sich dadurch immer wieder den Unmut der Teichbesitzer zu ziehen.

3 Videos mit vielen Hintergrund- Informationen…

Ich habe für Sie in diesem Blogartikel drei Videos herausgesucht, die sich genau mit der verzwickten Algen-Problematik beschäftigen.


Video 1 – Grünes Wasser im Gartenteich: Stichwort Schwebealgen

Diplom-Biologe Dr. Herbert Rehms – Experte für Mikrobiologie, Biochemie und Wasseranalytik – gibt in diesem Experteninterview von Oase TV einen umfassenden Überblick über die Problematik von grünem Wasser in einem Gartenteich.

Insbesondere erklärt er Ursachen und Gefahren von grünem Wasser im Teich.


Video 2 – Wie entstehen Algen im Gartenteich

Algen sind ein ganz natürlicher Bestandteil eines jeden Gartenteichs. Sie leben mit anderen Pflanzen und Teichbewohnern in friedlicher Koexistenz.

Algen dienen Kleinstlebewesen als Nahrungsgrundlage und produzieren sogar lebensnotwendigen Sauerstoff.


Video 3 – Ursachen und Bekämpfung von Faden- und Schwebealgen 

Diplom-Biologe Dr. Herbert Rehms – Experte für Mikrobiologie, Biochemie und Wasseranalytik – gibt in diesem Experteninterview von Oase TV einen umfassenden Überblick über die Problematik von Fadenalgen, Grünalgen und Schwebealgen.

Insbesondere erklärt er, wie Sie, als engagierter Teichbesitzer Ihren Gartenteich vor der unerwünschten Massenvermehrung von Fadenalgen, Schwebe- und Grünalgen schützen können.


Jürgen Saladin

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Algen im Gartenteich – Ursachen und Bekämpfung von Fadenalgen und Schwebealgen im Gartenteich – Oase TV Experteninterview mit Tipps gegen grünes Wasser im Teich

Diplom-Biologe Dr. Herbert Rehms – Experte für Mikrobiologie, Biochemie und Wasseranalytik – gibt in diesem Experteninterview von Oase TV einen umfassenden Überblick über die Problematik von Fadenalgen, Grünalgen und Schwebealgen.

Insbesondere erklärt er, wie Sie, als engagierter Teichbesitzer Ihren Gartenteich vor der unerwünschten Massenvermehrung von Fadenalgen, Schwebe- und Grünalgen schützen können.



Das komplette Interview zum Nachlesen:

Frage Frau Fischer:
Mit welcher Art von Algen muß ich in der Regel in meinem Gartenteich rechnen?

Antwort Dr. Herbert Rehms:
Ja, welche Art von Algen kann ich zwei Worten nicht beantworten, denn es gibt tausende verschiedener Arten von Algen, je nach Wasserzusammensetzung und Wasserqualität, die da entsprechend vorkommen.

Generell kann man die Algen einteilen in zwei große Gruppen. Das erste sind die Schwebealgen. Das sind mikroskopisch kleine Algen, die entsprechend ihrem Namen frei im Wasser schweben. Die sieht man gar nicht mit bloßen Auge.

Die führen nur dazu, daß das Wasser grasgrün wird und man die Fische letztendlich nicht mehr sehen kann.

Die zweite Gruppe sind die Fadenalgen. Die Fadenalgen wachsen auf festen Sedimenten, auf Steinen, auf Schläuchen, auf der Teichfolie und fallen dann dadurch auf, dass sie als meterlange Schnüre quer durch den Teich gehen und sich dadurch immer wieder den Unmut der Teichbesitzer zu ziehen.

Frage Frau Fischer:
Bei der Anlage eines Teiches ist die Planung sehr, sehr wichtig – insbesondere die Lage des Gartenteiches. Was heißt dies im Hinblick auf Algen?

Antwort Dr. Herbert Rehms:
Algen sind Sonnenkinder. Je mehr Sonne ein Teich abbekommt, um so mehr können Algen wachsen. Algen wachsen mit Sonnenenergie, deshalb ist es wichtig, den Teich halbschattig anzulegen.

Eine gewisse Besonnung ist notwendig, damit das Wasser etwas wärmer wird und es den anderen Tieren auch gut geht – aber zuviel führt eben zu extensivem Algenwachtum.

Gleichzeitig sollte aber auch vermieden werden den Gartenteich unter großen Bäumen anzulegen, die als Schattenspender dienen sollen. Hier könnte viel Laub in den Teich fallen und das führt dann wiederum zu Nährstoffproblemen.

Wichtig ist aber auch, daß der Teich ausreichend tief angelegt wird. Am besten mit einer Tiefe von 1,5 Meter bis 2 Meter, weil nur dann das Wasservolumen so groß ist, daß das Teichwasser sich nicht übermäßig erwärmt und auch wirklich ein biologisches Gleichgewicht ausbilden kann.


interview oase tv algen im gartenteich teichbild klares wasser
So soll es sein: klares Wasser ohne Algen


Frage Frau Fischer:
Welche weiteren Fehler lassen sich denn vermeiden?

Antwort Dr. Herbert Rehms:
Ja wichtigste ist eigentlich, daß vermieden wird, daß Wasser von außen in den Teich reinfließt. Der häufigste Fehler, der immer wieder gemacht wird, ist, daß der Teich an der tiefsten Stelle des Gartens angelegt wird – mitten im Rasen beispielsweise.

Ist der Teich fertiggestellt und eingerichtet, wird der umliegende Rasen entsprechend gedüngt. Diese Dünger sind wasserlöslich und beim nächsten Regenschauer kommt der ganze Dünger von oben in den Teich rein.

Die Algen benötigen die selben Nährstoffe, wie das Gras des Rasens und ruckzuck ist der Teich so grün, wie der Teichbesitzer seinen Rasen gerne hätte.

Frage Frau Fischer:
Von welcher Art von Teichen sprechen wir hier. Geht es um Teiche mit Fischbesatz, ohne Fischbesatz oder um beide Arten?

Antwort Dr. Herbert Rehms:
Nun – das sind generelle Probleme, unabhängig ob Fischbesatz drin ist oder nicht. Aber bei Fischbesatz muß man natürlich beachten, daß man eine Vorsorgepflicht hat für die Fische.

Die Tiere müssen artgerecht gehalten werden. Dadurch, daß Fische den Teich durch ihre Ausscheidungen und das Futter entsprechend belasten und ständig Sauerstoff benötigen ist es ganz wichtig, daß Fische in einem Teich gehalten werden, wo Sauerstoffzufuhr durch eine entsprechende Wasserumwälzung und Filtertechnik 24 Stunden am Tag gewährleistet ist.


interview oase tv algen im gartenteich
Dipl. Biologe Dr. Rehms im Interview bei Oase TV


Frage Frau Fischer:
Sie haben jetzt einige präventive Maßnahmen genannt. Aber stellen wir uns einmal vor, ich gehe in meinen Garten, schau auf meinen Teich – und da sind sie schon, die Algen. Was tue ich denn dann?

Antwort Dr. Herbert Rehms:
Wenn die Algen anfangen mich zu stören, bin ich zur Handlung gezwungen. Das erste bei grünem Teichwasser ist die Installation einer entsprechenden Filteranlage. Damit lassen sich Schwebealgen heute problemlos im Griff behalten.

Das zweite Problem sind die Fadenalgen. Die kommen sozusagen als Folge einer vernünftigen Filtertechnik. Fadenalgen brauchen eine gute Wasserqualität und klares Wasser, um wachsen zu können.

Aber Sie führen dadurch, daß sie optisch so unschön aussehen und als meterlange Schnüre quer durch den Teich gehen, einfach dazu, daß man sie nicht haben will.

Dann bleibt nur die Fadenalgen mechanisch abfischen oder durch Einsatz entsprechender Biozide dieses Algen zu bekämpfen. Es gibt Produkte mit Aktiv-Sauerstoff, die sehr schonend die Fadenalgen abtöten.

Es gibt allerdings auch Produkte, die Schwermetalle enthalten, wie zum Beispiel Kupfersulfad, die neben den Algen auch die Filterbiologie abtöten können. Diese Produkte sollte man nicht einsetzen.

Frage Frau Fischer:
Wenn ich mich entschieden habe zu Handeln. Heißt dann „Einmal entfernt – immer entfernt“ – oder muss ich dann mehrmals ran?

Antwort Dr. Herbert Rehms:
Das trifft zu auf die Schwebealgen. Wenn ich eine vernünftige Filteranlage installiert habe, kann ich die Schwebealgen immer auf einem Niveau halten, wo sie nicht stören.

Das trifft nicht zu auf die Fadenalgen. Die Fadenalgen wachsen grundsätzlich da, wo Nährstoffe vorhanden sind.

Das ist wie Unkraut jäten im Garten – wenn es zu viel wird, muss ich da ran und die Fadenalgen wieder entfernen.

Frage Frau Fischer:
Das heißt: Man muss Einiges bedenken, man muss Einiges tun – aber es ist kein unlösbares Problem?

Antwort Dr. Herbert Rehms:

Nein – ein Teich ist eigentlich ein ständiger Quell der Freude. Man muss sich ab und an auch ein bisschen darum kümmern…

Jürgen Saladin

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Grünalgen und Fadenalgen im Gartenteich – Wie starke Regenfälle Algenwachstum und Wasserwerte im Gartenteich beeinflussen und welche Mittel gegen Algen jetzt helfen

Thema heute: Welchen Zusammenhang gibt es zwischen starken Regenfällen und Algenwachstum?

Erinnern wir uns kurz zurück (wenn auch ungern!). Der Mai 2010 war einer der regenreichsten seit über einhundert Jahren. Auch im Juni wurde das Wetter nicht viel besser. Immer wieder starke Regenfälle…

Was hat dies mit Ihrem Gartenteich zu tun? Wie beeinflussen starke Regenfälle die Wasserwerte? Und wieso kann dies zu vermehrtem Algenwachstum führen?

Lesen Sie die folgenden Ausführungen aufmerksam durch und vergleichen Sie, ob auf Ihren Teich der ein oder andere Faktor auch zutreffen könnte.


Punkt 1: Regenwasser ist „weich“

Regenwasser ist mineralienarmes Wasser. Es fehlt die für ein Teichwasser notwendige Menge an z.B. Calciumhydrogencarbonat, Calciumcarbonat und andere wichtige Bestandteile.

In Teichen, die mit Regenwasser gespeist werden, ist erfahrungsgemäß die Karbonathärte sehr niedrig, der KH-Wert liegt meist weit unter 5° dH. Da der KH-Wert auch Auswirkungen auf den pH-Wert hat, kann es in diesen Teichen schnell zu einem gefährlichen Ungleichgewicht kommen.(>> Hintergrund-Infos)

Lesen Sie jetzt gleich den Artikel über die Auswirkungen von pH-Wert Schwankungen auf Teichpflanzen und Fische, sowie auf das Algenwachstum in diesem Teich-Blog. >> zum Artikel hier klicken

Viel Regenwasser macht also das Teichwasser nach und nach immer „weicher“. Algen „lieben“ weiches Wasser, ist es doch für sie das optimale Milieu, um sich zu teilen und sich rasch zu vermehren.

Zudem ist Regenwasser durch die aus der Luft ausgewaschenen Schadstoffe kein sauberes Wasser mehr. Das Problem mit dem „sauren Regen“ kennen Sie sicher auch. Dies kann zu weiterem Nährstoffeintrag (= Nahrung für Algen) führen.


Punkt 2: Starke Regenfälle können zu Nährstoffeintrag durch Einschwemmung über den Teichrand führen

Je nachdem wie der Teichrand gestaltet ist, kann es bei sehr starken oder auch lange anhaltenden Regenfällen zu Einschwemmungen von Wasser und Erdreich über den Teichrand kommen.


Zur Demonstration hier einige Bilder von unserem „Testteich“ von Herrn Suermann aus Heidelberg.

Hier bei einer „Lagebesprechung“ im Frühjahr. Der Teich besteht schon 10 Jahre, wurde aber sich selbst überlassen.

Durch das Einbringen der Teichpflegeprodukte aus dem „Lavaris
Start-Set
“ konnten die lästigen Algenentwicklungen
der letzten Jahre weitest gehend verhindert werden.

Die Teichwasserwerte waren alle im „grünen“ Bereich.

Allerdings machte ich Herrn Suermann schon damals auf eine Problematik aufmerksam, die mit dem Teichrand zusammenhängt.


Die Randgestaltung des Teiches ist sehr ungünstig gestaltet.

Es ist keine Abgrenzung zum umliegenden Erdreich vorhanden.

Die Pflanzen wachsen bis an das Wasser, Wurzeln ragen teilweise in den Teich hinein.

Bei heftigen Regenfällen oder auch bei länger anhaltenden Regenperioden fließt Oberflächenwasser zwangsläufig in den Teich und bringt Phosphate aus dem Erdreich mit ein.

Algenbildung ist die Folge…


Hier ein Bild von dieser Stelle Anfang Juni 2010.

Es bilden sich am Teichrand an diesen Stellen Fadenalgennester.

Kein Wunder. Eine Messung des Phosphatwertes ergab einen Wert von 0,095 mg/l.

Schon ab einem Wert von 0,035 mg/l ist mit vermehrtem Algenwachstum zu rechnen.

Jetzt hilft nur eine Bekämpfung der Fadenalgen mit AlgoLon und eine Dosierung SeDox zur Phosphatbindung.

Je früher, desto besser.

Unglaublich, aber nicht zu widerlegen:

0,3 mg Phosphat pro Liter Wasser kann 250 gr Algenbiomasse erzeugen. 3 mg Phosphat erzeugen somit 2,5 kg Algenbiomasse. Die entstehende Algenbiomasse entspricht also dem 2,5 Millionen-fachen des Eigengewichts des Phosphats!!

Zusatzinfo: SeDox hat eine Wirkzeit von mindestens 6 Wochen. Während dieser Zeit reduziert SeDox den Phosphatgehalt im Wasser auf ein Maß unterhalb des für übermäßiges Algenwachstum entscheidenden Wertes von 0,035 mg/l.

Allerdings ist dies ein biologischer Prozess.

Mit der Einbringung von SeDox in das Teichwasser ist das Phosphat immer noch vorhanden und steht den Algen auch weiterhin zu Verfügung. Es braucht eben seine Zeit bis der Teich „abgemagert“ ist. Bei hohem Phosphatgehalt oder dauernder Zufuhr sollte man nach 6 Wochen wieder nachdosieren.


Punkt 3: Starke und lange anhaltende Regenfälle können zu Nährstoffeintrag durch überhängende Bäume oder Sträucher führen

Dies ist bei dem Teich von Herrn Suermann auch ein Faktor. Aber ich kann Ihnen dies an dem sehr viel größeren Teich (140 m³) von Herrn Tietz aus Rauenberg besser zeigen:


Auf der rechten Seite sehen Sie einen Baum, dessen Äste weit in den Teich hineinragen.

Bei Regenfällen werden nun alle Verunreinigungen, die sich an den Ästen und Blättern angesammelt haben in den Teich gespült (= Phosphateintrag).

Blätter, die unter der Oberfläche sind, faulen ab und werden zu Biomasse. Das ist natürlich nicht optimal, aber Herr Tietz will es so lassen, da es so urwüchsig aussieht.


Im Hintergrund sehen Sie mich bei der Einbringung von Teichpflegemitteln.

Das Teichwasser sieht nach der Einbringung etwas „milchig“ aus. Das ist ganz normal und verschwindet nach ein, zwei Tagen wieder.

Für die Teichbewohner ist dies vollkommen ungefährlich, da es sich um rein biologische Produkte handelt.

Im Gegenteil: natürliche Mechanismen, die in ungeschädigten Gewässern für deren Reinigung und qualitative Stabilität verantwortlich sind und funktionieren, werden wieder in Gang gesetzt.

Der Teich erhält Hilfe zur Selbsthilfe.


Herr Tietz konnte sich anschließend vom hervorragendem Zustand seiner neugierigen Lieblinge überzeugen.

Jürgen Saladin www.teichreport.de