Gartenteich-Umbau – Vom Pool zum Fischteich – Teichreport-Leser Hans-Willi Eichberg berichtet vom Umbau seines Pools zu einem Gartenteich mit Goldfischen und Koi

Teichreportleser Hans-Willi Eichenberg schickte uns einige Bilder vom Umbau seines Pools in einen Gartenteich, einen ausführlichen Bericht und seine Erfahrungen.

Mit seiner Erlaubnis geben wir diese Informationen im Rahmen dieses Blogartikels gerne an Sie weiter…


Pool oder Fischteich von Hans-Willi Eichenberg

Die Ausgangslage war vor einigen Jahren klar, mit Enkelkind und Söhnen mit Familie musste ein Pool her. Es wurde gebaut, 4,50 m im Durchmesser und 80 cm tief.

Damit kein Ungetüm im Garten steht, wurde er zur Hälfte in den Boden gesetzt. Erwärmt wurde das Wasser durch eine selbstgebaute PV-Anlage auf dem Gerätehausdach.


Der Pool – zur Hälfte im Boden versenkt

In den Sommermonaten hat es ausgereicht, das Wasser etwas wärmer zu gestalten.

Fischteich mit Goldfischen und Koi

Im Garten gab es auch einen Fischteich mit Goldfischen und Kois, die immer größer wurden.


Der Fischteich mit Goldfischen und Koi

Der Umbau: Vom Pool zum Gartenteich

Im zweiten und dritten Jahr wurde der Pool nicht mehr so genutzt. Die Söhne hatten sich selbstständig gemacht und die Arbeit war vorrangig. Auch war das Wetter nicht mehr so geeignet, um die Erfrischung zu nutzen.

Das Enkelkind besuchte die Schule, also auch nicht mehr soviel Zeit wie zu Beginn. Also wurde der Pool von seiner Stahlummantelung befreit und das Loch mit einer Folie ausgeschlagen.


Vom Pool zum Gartenteich – Der Umbau beginnt…

Großzügige Filteranlage sorgte für klares Teichwasser

Da der gewachsene Boden eine gute Stabilität auswies, wurden keine Veränderungen am der Form vorgenommen. Ein großzügige Filteranlage wurde angeschlossen und ein Schacht für die gesamte Technik gebaut.

Nach Fertigstellung zogen die Kois um, die Goldfische blieben in einem ebenfalls umgebauten alten Fischteich.


Das neue Zuhause der Kois – der neue Gartenteich

Nächste Umgestaltung des Teiches

Die nächste Umgestaltung stand für dieses Jahr an. Die Folie war unansehnlich und es musste (wieder) etwas Neues her.

Auf der Interkoi hat es Gespräche mit verschiedenen Folienherstellern gegeben, auch eine Reise zu einem großen Anbieter in der Nähe von Münster war nicht zu weit, sich zu informieren. GFK sollte es sein.

Mit einem Anbieter von Ersatzbecken wurde für der Fische ein Ausweichbecken aufgestellt. An der Umsiedlung der Fische waren wie immer alle Familienmitglieder beteiligt. Es war mehr ein Event, aber mit einem klaren Ziel.


Die nächste Umgestaltung unseres Gartenteiches…

Pflanzbereich und Fischbereich getrennt

Vorgestellt hatte ich mir, den Pflanzbereich vom Fischbereich zu trennen, allerdings sollten kleinere Fische die Möglichkeit haben, auch dorthin zu schwimmen. Also wurde eine Mauer quer zum Durchmesser errichtet.

Fachkundiges Personal befürwortete Betonsteine, die dann ausgegossen werden müssen. Selbstverständlich hätte auch eine 30 cm starke Bodenplattem mit Monierung eingebaut werden sollen. Dieser Aufwand war mir dann doch zuviel und zu teuer.


Der Pflanzbereich und der Fischbereich durch eine Mauer getrennt

Teichfolie oder GFK Becken?

Die Maueroberkante sollte auf jeden Fall unterhalt der Wasseroberfläche liegen, damit ein Wasseraustausch weiterhin stattfinden kann, zumal im dem künftigen Pflanzbereich auch der Wasserzulauf aus dem Filter liegt.

Nach oben abgegrenzt sollte die Mauer später mit kleinen Findlingen, auch der Optik wegen.

Von der GFK Schiene war ich dann nach verschiedenen Beratungen nicht mehr überzeugt. Das beste Argument waren die Kosten und die Verpflichtung, zügig die Arbeiten erledigen zu müssen. Zu dieser Zeit waren die Wetterlagen noch sehr unbeständig und ein Dach ließ sich nicht installieren. Also doch Folie.

Die Lösung: Faltenfreies Verschweißen der Teichfolie

Eine fertig geschweißte Folie würden bei einem Rundteich mit innenliegender Mauer noch mehr Falten werfen also ohnehin. Nächste Möglichkeit: Faltenfreies Verschweißen durch jemand, der davon Ahnung hat.

Ein erster Kontakt war bereits auf der Interkoi hergestellt, also angerufen, Bilder geschickt und Angebot eingeholt.

Die Mauer und der unterhalb der Wasseroberfläche liegende Ablaufschlauch waren eingebaut, die Tiefe auf insgesamt 1,35 m hergestellt. Die Firma konnte kommen und sie kam. Innerhalb von 10 Stunden wurde eine 2 mm starke Folien in Bahnen geschnitten, geschweißt und versiegelt.

Das Ergebnis, sehr zufriedenstellend. Die Kosten lagen insgesamt knapp viermal so hoch. Aber solch ein Teich hat auch Vorteile. Zunächst keine Falten wo sich Schlamm und anderer Unrat sammeln können.

Der Teich kann jederzeit erweitert werden, die Folie lässt sich beliebig bearbeiten. Auch zum Säubern gibt es nunmehr einen glatten Boden.


Kois und Goldfische vertragen sich gut

Zehn Gartenteiche gebaut in 15 Jahren!

Teiche baut man nicht alle Tage, auch wenn dieser Teich sicher der 10. Fischteich ist, den ich in den letzten 15 Jahren gebaut habe. Aber es wird voraussichtlich der letzte für die nächsten Jahre sein, zumindest nach der derzeitigen Planung.

Kois und Goldfische vertragen sich gut. Während der Zeit im Ausweichquartier habe es keinen Todesfall, auch jetzt nicht, knapp zwei Woche nach der Umsiedlung.

Betrachtet man das Ergebnis mit all der Mühe und Schweiß, es hat sich für mich gelohnt, so zu entscheiden.

Passende Teichtechnik sorgt für klares Wasser

Mit der Inbetriebnahme wurde auch eine neue UV Anlage installiert. 72 W sollten für klares Wasser sorgen.

Die Filter, zwei Fässer mit jeweils 700 Liter, einmal mit Besen und das andere Fass mit Granulat, reichen völlig aus.

Nach dem heutigen Ergebnis ist auch die Wasserqualität so, wie sich sein soll: ph-Wert liegt bei kanpp 8, NO2 neu „0“.

Die Photos sollen allen Leserinnen und Lesern einen kleinen Einblick gewähren.

Hans-Willi Eichenberg


Video-Clip: Der Gartenteich der Familie Eichenberg

Dies ist ein Video-Clip aus der Serie: Gartenteiche von Lesern des Teichreports, die wir auf dem Teichreport-Kanal auf YouTube gerne präsentieren.

Ich danke Hans-Willi Eichenberg für die schönen Bilder und seine Erlaubnis, diesen Beitrag in Teichreport’s Blog zu veröffentlichen.

Jürgen Saladin

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„Ich habe wieder einen wunderbar klaren Teich“ – Teichreportleserin Sybille Kinne erfreut uns mit einem Spaziergang durch Ihre wunderbare Teichlandschaft…

Dies ist ein Gastbeitrag von Teichreportleserin Sybille Kinne, die sich über neue Bewohner in Ihrem Gartenteich wundert, seit Sie wieder fast bis auf den Teichboden (tiefste Stelle 1,30 mtr.) sehen kann!


Hallo Herr Saladin,

vor einer Woche habe ich meiner grünen, trüben „Brühe“ OptiLake zugesetzt. Das warten hat sich gelohnt!!!!!!!!!!!!!!

Ich habe wieder einen wunderbar klaren Teich! Ich hoffe, ich kann Sie mit meinem kleinen Spaziergang durch meine OASE etwas erfreuen, lehnen Sie sich zurück und genießen Sie mal schöne Fotos (heute gemacht) von zufriedenen „Kunden“!



Ich kann wieder sehen was unter den Seerosenblättern wächst, sehe wie die Schnecke über die Steine wandert, wie die Frösche in großen Zügen durch das Wasser schwimmen und wie die Krebse nachts auf Beutesuche gehen!





Da ich bei diesem klaren Teichwasser wieder bis fast auf den Boden an der tiefsten Stelle sehen kann (1,30m) entdecke ich natürlich immer wieder neue Bewohner. Wissen Sie was das auf den Bildern unten mal werden könnte? Ist jetzt ungefähr 7 cm lang.




Habe schon ein wenig recherchiert, könnte ein Kammmolch sein????????????? Das wäre ja großartig!









….und noch was, mein Teich ist nach der Behandlung mit den Lavarisprodukten einfach klasse. Das Wasser ist klar, es ist nicht mehr braun, keine Algen. Ich habe es schon vielen Teichbesitzern weiter empfohlen!

Viele Grüße aus Potsdam

Sybille Kinne



Ich danke Frau Kinne für die schönen Bilder und ihre Erlaubnis, diesen Beitrag in Teichreport’s Blog zu veröffentlichen.

Jürgen Saladin www.teichreport.de


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