Koi – Der König im Gartenteich – Interview mit Arno Pozar, Koi Experte über Ansprüche von Koi an Gartenteichanlage und Wasserqualität – Koi Info direkt vom Koi Experten und Herausgeber des Koi Magazin Midori

Ein gutes Filtersystem ist für einen Gartenteich unerlässlich. Zum Einen, wenn es um eine gute Teichwasserqualität geht, zum Anderen aber auch, um das biologische Gleichgewicht im Teich zu gewährleisten.

Bei Gartenteichen mit Fischbesatz steigen die Ansprüche dann noch einmal. Eine besonders beliebte Teichart stellt die höchsten Ansprüche: Der Koi-Teich!

Ein ausgewiesener Experte ist Arno Pozar, selbst ein stolzer Koi-Besitzer und Chefredakteur und Herausgeber des Magazins Midori, ein Fachmagazin für Koi, Teich- und Gartenkultur.

Arno Pozar gibt in diesem Experteninterview von Oase TV einen umfassenden Überblick über die Faszination Koi, über Herkunft, Haltung, insbesondere Ansprüche an Gartenteichanlage und Teichwasserqualität.



Das komplette Interview zum Nachlesen:

Frage Frau Fischer:

Herr Pozar, verraten Sie und doch kurz: Woher kommt den der Koi ursprünglich und wie hat er seinen Weg hier zu uns nach Deutschland gefunden.

Antwort Arno Pozar:

Ursprünglich kommt der Koi aus Japan. Er fand zwar schon einmal Erwähnung vor etwa 2500 Jahren in China, aber danach verschwand er quasi wieder aus den Annalen und tauchte zwischen 1850 und 1900 wieder in Japan auf.

Dann war es ungefähr so um 1950, 1960, da kamen die ersten Koi nach Amerika und Europa, vor allem nach England. Von dort startete der Koi seinem Siegeszug auch bis nach Deutschland.

Frage Frau Fischer:

Wenn die Rede auf den Koi kommt, dann ist in der Fischhaltung häufig die Rede von der Königsdisziplin. Herr Pozar: Wie anspruchsvoll ist er denn nun wirklich der Koi?

Antwort Arno Pozar:

Wer einmal Koi live gesehen hat, weiß, welche Faszination von diesen Fischen ausgeht. Sie sind schon etwas Besonderes. Man spricht ja auch nicht umsonst vom „König der Gartenteiche“.

Und wie das mit Königen manchmal so ist, sie wollen auch ein spezielles Umfeld haben und das braucht der Koi natürlich auch.

Das heißt er braucht ein gewisses Teichvolumen von circa 15000 Liter – das ist so das Minimum – eine Mindestteichtiefe von 150 cm ist auch angebracht, denn es wird auch mal etwas kälter in unseren Breitengraden und so können sich die Koi gut zurück ziehen.

Damit ich aber lange Zeit Freunde an diesen edlen Tieren habe, muss ich natürlich auch dafür sorgen, daß das „Drumherum“ auch komplett passt.

Das heißt, ich muss dafür sorgen, daß die Teichhygiene gewährleistet ist, Das wiederum bedeutet, daß ich einen effizienten, effektiven Teichfilter benötige – und zwar dringend benötige.


interview oase tv koi experte arno pozar
Koi Experte Arno Pozar im Interview bei Oase TV


Frage Frau Fischer:

Ja, der Koi bleibt unbestritten ein ganz besonderer Fisch. Wenn ich jetzt als Anfänger auf die Idee komme, ich möchte gerne Fische für meinen Gartenteich, würden Sie sagen, ich kann durchaus mit dem Koi starten oder für den Anfänger dann doch lieber der Goldfisch?

Antwort Arno Pozar:

Naja, es ist so wie bei anderen Tierarten auch. Bevor man sich ein Tier anschafft, sollte man sich vorher informieren, um Fehler zu vermeiden.

Wenn man dies einmal getan hat, dann ist Koihaltung durchaus für jeden grundsätzlich machbar. Aber, wie gesagt, ich muss noch einmal wiederholen: Koi wachsen sehr schnell, fressen viel und man neigt auf Grund ihrer Schönheit leicht dazu sie zu sammeln.

Insofern muss man schon darauf achten, daß man dies auch alles erhalten kann, auch zukünftig und dafür Sorge trägt, daß die Koi auch gesund bleiben und dafür brauche ich eben eine passende Filtration.

Frage Frau Fischer:

Gut zu wissen: Koi sind theoretisch auch für Anfänger geeignet, aber Sie sagen es, die Anforderungen an den Gartenteich, an die Technik steigen. Können Sie uns hier noch etwas sagen zum wichtigen Thema Teichfilter?

Antwort Arno Pozar:

Wir machen es einmal ganz einfach. Teichfiltration teilt sich in zwei Bereiche: In die mechanische Filtration und in die biologische Filtration.

Bei der mechanischen Filtration sieht es so aus, daß sich Feststoffe, die sich im Teichwasser befinden über bestimmte Techniken herausgefiltert werden.

Bei der biologischen Filtration sieht es so aus, daß Bakterien dafür sorgen im Wasser gelöste Schadstoffe in ungiftige Stoffe umzuwandeln und abzubauen.

Frage Frau Fischer:

Das Filtersystem im Gartenteich hat also eine ganze Menge Aufgaben zu erfüllen. Sie haben einen speziellen Filter, den Oase ProfiClear Premium in Midori ausführlich getestet.

Sie sind zu dem Ergebnis gekommen: Absolut empfehlenswert. Was hat Sie zu diesem Ergebnis geführt?

Antwort Arno Pozar:

Ja. Dafür gibt es mehrere Gründe. Der Filter ist ein modulares System und besteht im Prinzip aus drei Teilen.

Der erste Teil ist die mechanische Filtereinheit. Dort wird die Trommelfilter-Technik eingesetzt. Das ist momentan das Nonplusultra der mechanischen Filtration.

Es können Feststoffe aus dem Teichwasser entfernt werden, die eine Größe von 0,06 mm haben. Das heißt, ich habe schon rein optisch gewährleistet, daß ich klares Teichwasser habe.

Klares Teichwasser heißt aber nicht gleichzeitig auch gesundes Wasser. Deswegen benötigt man zusätzlich die biologische Filtration.

Hier kommt bei diesem Oase Teichfilter eine sehr gute Technik zum Einsatz: Die Moving Bed Technologie. Das bedeutet, es befinden sich kleine Plastikteilchen in einem Behälter, die ständig in Bewegung gehalten werden.

Auf diesen Teilchen setzen sich die Bakterien ab und durch die Bewegung und durch die gleichzeitige Belüftung erhalten die Bakterien auch genügend Sauerstoff, so daß sie wachsen und die Schadstoffe abbauen können.

Den dritten Part finde ich persönlich ganz interessant, denn jeder Teich hat seine Eigenheiten. Im Frühjahr kann es durchaus einmal zu einer Schwebealgenblüte kommen. Diese Algenblüten bekämpft man sehr wirkungsvoll durch den Einsatz von UVC-Lampen.

Oase hat – ganz pifffig eigentlich – Halterungen angebracht, daß ich diese UVC-Teichleuchten problemlos einsetzen kann. Zusätzlich gibt es Halterungen und Einsätze, in die ich spezielle Filtermedien, die ab und zu einmal benötigt werden auch einsetzen kann.

Der Oase ProfiClear Premium ist in sich ein sehr schlüssiges, sehr durchdachtes, sehr logisches und letzten Endes auch ein sehr effizientes Filtersystem.


oase proficlear premium fuer koi teiche
Oase ProfiClear Premium – ideal für Koi Teiche


Antwort Arno Pozar:

Also ein Filtersystem, das man sich auf jeden Fall merken sollte. Sie können den Test mit allen Einzelheiten noch einmal nachlesen in der Zeitschrift Midori, aber auch auf der Internetseite von Oase TV.

Vielen Dank Herr Pozar für viele hilfreiche Informationen.

Fazit:

Bei einem Besatz mit Koi in Ihrem Gartenteich gibt es eine ganze Menge zu beachten.

Zentral wichtig, das zeigte auch wieder dieses Interview mit Koi Experte Arno Pozar, ist eine genau passende Teichfilteranlage für Ihren Gartenteich.

Jürgen Saladin

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Algen im Gartenteich – Ursachen und Bekämpfung von Fadenalgen und Schwebealgen im Gartenteich – Oase TV Experteninterview mit Tipps gegen grünes Wasser im Teich

Diplom-Biologe Dr. Herbert Rehms – Experte für Mikrobiologie, Biochemie und Wasseranalytik – gibt in diesem Experteninterview von Oase TV einen umfassenden Überblick über die Problematik von Fadenalgen, Grünalgen und Schwebealgen.

Insbesondere erklärt er, wie Sie, als engagierter Teichbesitzer Ihren Gartenteich vor der unerwünschten Massenvermehrung von Fadenalgen, Schwebe- und Grünalgen schützen können.



Das komplette Interview zum Nachlesen:

Frage Frau Fischer:
Mit welcher Art von Algen muß ich in der Regel in meinem Gartenteich rechnen?

Antwort Dr. Herbert Rehms:
Ja, welche Art von Algen kann ich zwei Worten nicht beantworten, denn es gibt tausende verschiedener Arten von Algen, je nach Wasserzusammensetzung und Wasserqualität, die da entsprechend vorkommen.

Generell kann man die Algen einteilen in zwei große Gruppen. Das erste sind die Schwebealgen. Das sind mikroskopisch kleine Algen, die entsprechend ihrem Namen frei im Wasser schweben. Die sieht man gar nicht mit bloßen Auge.

Die führen nur dazu, daß das Wasser grasgrün wird und man die Fische letztendlich nicht mehr sehen kann.

Die zweite Gruppe sind die Fadenalgen. Die Fadenalgen wachsen auf festen Sedimenten, auf Steinen, auf Schläuchen, auf der Teichfolie und fallen dann dadurch auf, dass sie als meterlange Schnüre quer durch den Teich gehen und sich dadurch immer wieder den Unmut der Teichbesitzer zu ziehen.

Frage Frau Fischer:
Bei der Anlage eines Teiches ist die Planung sehr, sehr wichtig – insbesondere die Lage des Gartenteiches. Was heißt dies im Hinblick auf Algen?

Antwort Dr. Herbert Rehms:
Algen sind Sonnenkinder. Je mehr Sonne ein Teich abbekommt, um so mehr können Algen wachsen. Algen wachsen mit Sonnenenergie, deshalb ist es wichtig, den Teich halbschattig anzulegen.

Eine gewisse Besonnung ist notwendig, damit das Wasser etwas wärmer wird und es den anderen Tieren auch gut geht – aber zuviel führt eben zu extensivem Algenwachtum.

Gleichzeitig sollte aber auch vermieden werden den Gartenteich unter großen Bäumen anzulegen, die als Schattenspender dienen sollen. Hier könnte viel Laub in den Teich fallen und das führt dann wiederum zu Nährstoffproblemen.

Wichtig ist aber auch, daß der Teich ausreichend tief angelegt wird. Am besten mit einer Tiefe von 1,5 Meter bis 2 Meter, weil nur dann das Wasservolumen so groß ist, daß das Teichwasser sich nicht übermäßig erwärmt und auch wirklich ein biologisches Gleichgewicht ausbilden kann.


interview oase tv algen im gartenteich teichbild klares wasser
So soll es sein: klares Wasser ohne Algen


Frage Frau Fischer:
Welche weiteren Fehler lassen sich denn vermeiden?

Antwort Dr. Herbert Rehms:
Ja wichtigste ist eigentlich, daß vermieden wird, daß Wasser von außen in den Teich reinfließt. Der häufigste Fehler, der immer wieder gemacht wird, ist, daß der Teich an der tiefsten Stelle des Gartens angelegt wird – mitten im Rasen beispielsweise.

Ist der Teich fertiggestellt und eingerichtet, wird der umliegende Rasen entsprechend gedüngt. Diese Dünger sind wasserlöslich und beim nächsten Regenschauer kommt der ganze Dünger von oben in den Teich rein.

Die Algen benötigen die selben Nährstoffe, wie das Gras des Rasens und ruckzuck ist der Teich so grün, wie der Teichbesitzer seinen Rasen gerne hätte.

Frage Frau Fischer:
Von welcher Art von Teichen sprechen wir hier. Geht es um Teiche mit Fischbesatz, ohne Fischbesatz oder um beide Arten?

Antwort Dr. Herbert Rehms:
Nun – das sind generelle Probleme, unabhängig ob Fischbesatz drin ist oder nicht. Aber bei Fischbesatz muß man natürlich beachten, daß man eine Vorsorgepflicht hat für die Fische.

Die Tiere müssen artgerecht gehalten werden. Dadurch, daß Fische den Teich durch ihre Ausscheidungen und das Futter entsprechend belasten und ständig Sauerstoff benötigen ist es ganz wichtig, daß Fische in einem Teich gehalten werden, wo Sauerstoffzufuhr durch eine entsprechende Wasserumwälzung und Filtertechnik 24 Stunden am Tag gewährleistet ist.


interview oase tv algen im gartenteich
Dipl. Biologe Dr. Rehms im Interview bei Oase TV


Frage Frau Fischer:
Sie haben jetzt einige präventive Maßnahmen genannt. Aber stellen wir uns einmal vor, ich gehe in meinen Garten, schau auf meinen Teich – und da sind sie schon, die Algen. Was tue ich denn dann?

Antwort Dr. Herbert Rehms:
Wenn die Algen anfangen mich zu stören, bin ich zur Handlung gezwungen. Das erste bei grünem Teichwasser ist die Installation einer entsprechenden Filteranlage. Damit lassen sich Schwebealgen heute problemlos im Griff behalten.

Das zweite Problem sind die Fadenalgen. Die kommen sozusagen als Folge einer vernünftigen Filtertechnik. Fadenalgen brauchen eine gute Wasserqualität und klares Wasser, um wachsen zu können.

Aber Sie führen dadurch, daß sie optisch so unschön aussehen und als meterlange Schnüre quer durch den Teich gehen, einfach dazu, daß man sie nicht haben will.

Dann bleibt nur die Fadenalgen mechanisch abfischen oder durch Einsatz entsprechender Biozide dieses Algen zu bekämpfen. Es gibt Produkte mit Aktiv-Sauerstoff, die sehr schonend die Fadenalgen abtöten.

Es gibt allerdings auch Produkte, die Schwermetalle enthalten, wie zum Beispiel Kupfersulfad, die neben den Algen auch die Filterbiologie abtöten können. Diese Produkte sollte man nicht einsetzen.

Frage Frau Fischer:
Wenn ich mich entschieden habe zu Handeln. Heißt dann „Einmal entfernt – immer entfernt“ – oder muss ich dann mehrmals ran?

Antwort Dr. Herbert Rehms:
Das trifft zu auf die Schwebealgen. Wenn ich eine vernünftige Filteranlage installiert habe, kann ich die Schwebealgen immer auf einem Niveau halten, wo sie nicht stören.

Das trifft nicht zu auf die Fadenalgen. Die Fadenalgen wachsen grundsätzlich da, wo Nährstoffe vorhanden sind.

Das ist wie Unkraut jäten im Garten – wenn es zu viel wird, muss ich da ran und die Fadenalgen wieder entfernen.

Frage Frau Fischer:
Das heißt: Man muss Einiges bedenken, man muss Einiges tun – aber es ist kein unlösbares Problem?

Antwort Dr. Herbert Rehms:

Nein – ein Teich ist eigentlich ein ständiger Quell der Freude. Man muss sich ab und an auch ein bisschen darum kümmern…

Jürgen Saladin

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