Grünalgen und Fadenalgen im Gartenteich – Wie starke Regenfälle Algenwachstum und Wasserwerte im Gartenteich beeinflussen und welche Mittel gegen Algen jetzt helfen

Thema heute: Welchen Zusammenhang gibt es zwischen starken Regenfällen und Algenwachstum?

Erinnern wir uns kurz zurück (wenn auch ungern!). Der Mai 2010 war einer der regenreichsten seit über einhundert Jahren. Auch im Juni wurde das Wetter nicht viel besser. Immer wieder starke Regenfälle…

Was hat dies mit Ihrem Gartenteich zu tun? Wie beeinflussen starke Regenfälle die Wasserwerte? Und wieso kann dies zu vermehrtem Algenwachstum führen?

Lesen Sie die folgenden Ausführungen aufmerksam durch und vergleichen Sie, ob auf Ihren Teich der ein oder andere Faktor auch zutreffen könnte.


Punkt 1: Regenwasser ist „weich“

Regenwasser ist mineralienarmes Wasser. Es fehlt die für ein Teichwasser notwendige Menge an z.B. Calciumhydrogencarbonat, Calciumcarbonat und andere wichtige Bestandteile.

In Teichen, die mit Regenwasser gespeist werden, ist erfahrungsgemäß die Karbonathärte sehr niedrig, der KH-Wert liegt meist weit unter 5° dH. Da der KH-Wert auch Auswirkungen auf den pH-Wert hat, kann es in diesen Teichen schnell zu einem gefährlichen Ungleichgewicht kommen.(>> Hintergrund-Infos)

Lesen Sie jetzt gleich den Artikel über die Auswirkungen von pH-Wert Schwankungen auf Teichpflanzen und Fische, sowie auf das Algenwachstum in diesem Teich-Blog. >> zum Artikel hier klicken

Viel Regenwasser macht also das Teichwasser nach und nach immer „weicher“. Algen „lieben“ weiches Wasser, ist es doch für sie das optimale Milieu, um sich zu teilen und sich rasch zu vermehren.

Zudem ist Regenwasser durch die aus der Luft ausgewaschenen Schadstoffe kein sauberes Wasser mehr. Das Problem mit dem „sauren Regen“ kennen Sie sicher auch. Dies kann zu weiterem Nährstoffeintrag (= Nahrung für Algen) führen.


Punkt 2: Starke Regenfälle können zu Nährstoffeintrag durch Einschwemmung über den Teichrand führen

Je nachdem wie der Teichrand gestaltet ist, kann es bei sehr starken oder auch lange anhaltenden Regenfällen zu Einschwemmungen von Wasser und Erdreich über den Teichrand kommen.


Zur Demonstration hier einige Bilder von unserem „Testteich“ von Herrn Suermann aus Heidelberg.

Hier bei einer „Lagebesprechung“ im Frühjahr. Der Teich besteht schon 10 Jahre, wurde aber sich selbst überlassen.

Durch das Einbringen der Teichpflegeprodukte aus dem „Lavaris
Start-Set
“ konnten die lästigen Algenentwicklungen
der letzten Jahre weitest gehend verhindert werden.

Die Teichwasserwerte waren alle im „grünen“ Bereich.

Allerdings machte ich Herrn Suermann schon damals auf eine Problematik aufmerksam, die mit dem Teichrand zusammenhängt.


Die Randgestaltung des Teiches ist sehr ungünstig gestaltet.

Es ist keine Abgrenzung zum umliegenden Erdreich vorhanden.

Die Pflanzen wachsen bis an das Wasser, Wurzeln ragen teilweise in den Teich hinein.

Bei heftigen Regenfällen oder auch bei länger anhaltenden Regenperioden fließt Oberflächenwasser zwangsläufig in den Teich und bringt Phosphate aus dem Erdreich mit ein.

Algenbildung ist die Folge…


Hier ein Bild von dieser Stelle Anfang Juni 2010.

Es bilden sich am Teichrand an diesen Stellen Fadenalgennester.

Kein Wunder. Eine Messung des Phosphatwertes ergab einen Wert von 0,095 mg/l.

Schon ab einem Wert von 0,035 mg/l ist mit vermehrtem Algenwachstum zu rechnen.

Jetzt hilft nur eine Bekämpfung der Fadenalgen mit AlgoLon und eine Dosierung SeDox zur Phosphatbindung.

Je früher, desto besser.

Unglaublich, aber nicht zu widerlegen:

0,3 mg Phosphat pro Liter Wasser kann 250 gr Algenbiomasse erzeugen. 3 mg Phosphat erzeugen somit 2,5 kg Algenbiomasse. Die entstehende Algenbiomasse entspricht also dem 2,5 Millionen-fachen des Eigengewichts des Phosphats!!

Zusatzinfo: SeDox hat eine Wirkzeit von mindestens 6 Wochen. Während dieser Zeit reduziert SeDox den Phosphatgehalt im Wasser auf ein Maß unterhalb des für übermäßiges Algenwachstum entscheidenden Wertes von 0,035 mg/l.

Allerdings ist dies ein biologischer Prozess.

Mit der Einbringung von SeDox in das Teichwasser ist das Phosphat immer noch vorhanden und steht den Algen auch weiterhin zu Verfügung. Es braucht eben seine Zeit bis der Teich „abgemagert“ ist. Bei hohem Phosphatgehalt oder dauernder Zufuhr sollte man nach 6 Wochen wieder nachdosieren.


Punkt 3: Starke und lange anhaltende Regenfälle können zu Nährstoffeintrag durch überhängende Bäume oder Sträucher führen

Dies ist bei dem Teich von Herrn Suermann auch ein Faktor. Aber ich kann Ihnen dies an dem sehr viel größeren Teich (140 m³) von Herrn Tietz aus Rauenberg besser zeigen:


Auf der rechten Seite sehen Sie einen Baum, dessen Äste weit in den Teich hineinragen.

Bei Regenfällen werden nun alle Verunreinigungen, die sich an den Ästen und Blättern angesammelt haben in den Teich gespült (= Phosphateintrag).

Blätter, die unter der Oberfläche sind, faulen ab und werden zu Biomasse. Das ist natürlich nicht optimal, aber Herr Tietz will es so lassen, da es so urwüchsig aussieht.


Im Hintergrund sehen Sie mich bei der Einbringung von Teichpflegemitteln.

Das Teichwasser sieht nach der Einbringung etwas „milchig“ aus. Das ist ganz normal und verschwindet nach ein, zwei Tagen wieder.

Für die Teichbewohner ist dies vollkommen ungefährlich, da es sich um rein biologische Produkte handelt.

Im Gegenteil: natürliche Mechanismen, die in ungeschädigten Gewässern für deren Reinigung und qualitative Stabilität verantwortlich sind und funktionieren, werden wieder in Gang gesetzt.

Der Teich erhält Hilfe zur Selbsthilfe.


Herr Tietz konnte sich anschließend vom hervorragendem Zustand seiner neugierigen Lieblinge überzeugen.

Jürgen Saladin www.teichreport.de

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Teichwasser-Analyse – bei Gartenteich, Koiteich oder Schwimmteich der erste Schritt zur Lösung von hartnäckigen Gewässerproblemen

Gewässerprobleme in Gartenteichen, Koiteichen oder Schwimmteichen können vielfältige Ursachen haben. Teiche sind komplexe Lebensräume mit vielfältigen Gestaltungs- und Ausprägungsvarianten. Es macht deshalb durchaus Sinn, als ersten Schritt eine professionelle Wasseranalyse durchzuführen.


Näher betrachtet: Teichwasser-Analyse
Frau Habeck vom Lavaris Lake Analyse-Service gibt detaillierte Einblicke…

Durch Messungen von bestimmten Wasserparametern, wie pH-, Nitrit- und KH-Wert erhalten Sie einen genauen Überblick über die Qualität Ihres Teichwassers. So lassen sich ungünstige Lebensbedingungen für Fische und Pflanzen schnell und einfach ermitteln und es können rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergriffen werden.

 

„Gefahr erkannt – Gefahr gebannt!“


Teichwasseranalyse aus dem Labor 

Lavaris Lake, unser Lieferant von biologischen Teichpflegeprodukten führt für interessierte Teichbesitzer als besonderen Service eine professionelle aber dennoch sehr günstige Teichwasseranalyse in seinem Speziallabor durch.


Frau Habeck vom Lavaris Lake Analyse-Service hat sich freundlicherweise etwas Zeit genommen, um in diesem Beitrag einige Hintergründe der Wasseranalyse zu erläutern.


Frage:
Nach welchen Kriterien werden die Wasseranalysen durchgeführt?

 

Frau Habeck:
Nach dem Eingang bei uns werden die Wasseranalysen in unserem Labor so schnell wie möglich durchgeführt.

Alle Wasserparameter werden sorgfältig nach genau vorgeschriebenen DIN-Verfahren untersucht, so zum Beispiel der pH-Wert nach DIN 38404-C5 und das Nitrit nach DIN EN ISO 10304-1-D19.


Frage:
Die Flaschen sind ja in der Regel zwei bis drei Tage unterwegs. Wird das Ergebnis dadurch nicht verfälscht?

 

Frau Habeck:
Tatsächlich ist dies ein Problem, welches viele unterschätzen. Teichwasser, das in einen normalen Behälter oder eine leere Flasche gefüllt wird, liefert nur sehr ungenaue Analyseergebnisse, da viele äußere Einflussfaktoren eine große Rolle spielen und das Ergebnis sehr stark verfälschen können. Wasser zu analysieren, das in derartigen Behältnissen eingesandt wird, macht keinen Sinn.

Denken Sie nur an den pH-Wert. Hier werden die Veränderungen nicht linear berechnet, sondern es kommt ein negativer dekadischer Logarithmus zum Einsatz. Das heißt eine kleine Änderung von 0,1 kann schon Probleme nach sich ziehen. Gerade der pH-Wert ist für eine ausgeglichene Teichbiologie und die biologische Nahrungspyramide sehr wichtig.

Aus diesem Grund sind unsere Analyseflaschen innen mit einer speziellen Konservierung bedampft, so dass die Werte einige Tage konstant bleiben und auch nach längerem Postweg noch zuverlässig ermittelt werden können.


Frage:
Wie sollte man vorgehen, um das Teichwasser in die Flasche zu bekommen?

 

Frau Habeck:
Wichtig: Das Wasser NICHT vorher mit einem anderen Gefäß entnehmen und dann in die Flasche umfüllen. Das Wasser MUSS DIREKT aus dem Teich in die Flasche gefüllt werden.

Dazu den Deckel abschrauben. Den Daumen auf die Öffnung legen und an einer geeigneten Stelle etwa 50 cm unter die Wasseroberfläche tauchen. Dann den Daumen von der Öffnung nehmen, die Flasche voll laufen lassen und sofort verschließen. Die Analyseflasche muss komplett gefüllt sein.

Bei flachen Gewässern sollte die Wasserprobe aus der mittleren Wasserschicht entnommen werden.


Frage:
Dann in den vor-adressierten Karton und ab die Post?  

Frau Habeck:
Nein, nicht so schnell. Um nach der professionellen Wasseranalyse aus den ermittelten Analysewerten ein sinnvolles und nachhaltiges Maßnahmepaket zur Lösung der Teichprobleme vorstellen zu können, benötigen wir noch einige Angaben zu dem jeweiligen Gewässer.

Dazu liegt jeder Analyseflasche (siehe Bild links) ein Erfassungsbogen bei, der aber in 5 Minuten vollständig ausgefüllt ist. Bei Füllwasseranalysen (Brunnen, Leitung…) erübrigen sich natürlich viele Fragen.


Frage:
Welche Wasserparameter werden gemessen?

 

Frau Habeck:
Gemessen werden die wichtigsten Wasserparameter wie:

  • KH-Wert (=Karbonathärte)
  • pH-Wert
  • Gesamthärte
  • Leitfähigkeit
  • Nitrit
  • Nitrat
  • Ammonium
  • Phosphatgehalt (gelöstes Phosphat = PO4-3)

Zusätzliche Analysen ( z.B. Eisen, Gesamtphosphat, Natrium, Bor, Sulfat, Mangan) sind bei Bedarf und gegen Aufpreis möglich, sind aber in der Regel nicht nötig.


Frage:
In welcher Form liefern Sie die Ergebnisse?

 

Frau Habeck:
Nach der Teichwasseranalyse werden die Ergebnisse per Email übermittelt:

1 x Analyse-Zertifikat
1 x Auswertung und Empfehlung
1 x Leitparameter des Wasser (Übersicht)

Wenn aus den Werten besondere Auffälligkeiten abzuleiten sind, gebe ich in der Regel noch eine zusätzliche persönliche Empfehlung. Darüber hinaus kann man mich auch jederzeit anrufen und das Analyseergebnis und die Empfehlungen noch einmal durchsprechen. Die Kontaktdaten sind auf dem Analyse-Zertifikat angegeben.

Frau Habeck, wir danken Ihnen recht herzlich für diese ausführlichen Informationen zu der Wasser-Analyse von Lavaris Lake.


Info:
Wir haben Ihnen das komplette Datenerfassungsformular „Wasseranalyse“ auf unserer Service-Seite zum Download bereit gestellt: 

www.gratis-garten-reporte.de

=> Service Lavaris => Wasseranalyse

Zu dieser Service-Seite mit vielen weiteren Informationen zum Thema Gartenteich haben Sie als Lesern des Teichreports kostenlos Zugang.

Tipp: Interesse am 90 seitigen kostenlosen Teichreport? Den Link finden Sie rechts oben…

Jürgen Saladin
www.teichreport.de