Teichfilter Komplettsysteme und Teichfilteranlagen jetzt in Betrieb nehmen – 4 Tipps zum Saisonstart

Besitzer von Gartenteichen, Koiteichen und Schwimmteichen atmen auf. Endlich ist es wieder soweit. Der Frühling naht. Die Temperaturen klettern langsam aber sicher und die Teichbewohner werden wieder aktiver…

Jetzt ist es wieder an der Zeit die Teichtechnik zu installieren und in Betrieb zu nehmen. Aus unserer langjährigen Erfahrung wissen wir, dass gerade bei der Inbetriebnahme des Filtersystems immer wieder Fehler begangen werden, die eine schnelle und vollständige Filtrierleistung verhindern.

Deshalb an dieser Stelle vier Tipps, die eine schnelle und optimale Funktion Ihrer Teichfilteranlage gewährleisten.


Tipp 1 – Filtersystem Tag und Nacht laufen lassen

Sobald die Wassertemperatur durchgängig über 10 °C erreicht, sollten Sie Ihr Filtersystem in Betrieb nehmen. Um effizient zu arbeiten muss das System jeden Tag, vom Frühjahr bis in den Herbst, 24 Stunden durchgängig laufen.

Dadurch wird verhindert, dass die wertvollen Mikroorganismen, die sich auf den Filterschwämmen bilden, mangels Sauerstoffzufuhr absterben. Dies ist schon nach wenigen Stunden Stillstand der Fall. Die Filterschwämme müssen konstant durchflossen werden, damit die Mikrobiologie am Leben bleibt.

Diese Mikroorganismen übernehmen die „biologische“ Reinigung Ihres Teiches, welche etwa 70% der gesamten Reinigungsfunktion (!!!) ausmacht.

Sie benötigen einige Wochen bis sie sich gebildet haben und die volle Reinigungskraft entfalten.

Sie können diesen Prozess wesentlich beschleunigen, in dem Sie nach der Installation eines neuen Filtersystems oder nach Wieder-Inbetriebnahme im Frühjahr „von außen“ Filterstarter-Bakterien in den Teich geben. (Biokick oder ClearLake)

Zugabe von Biokick Bakterien

Tipp 2 – UVC-Lampe 4 Wochen ausgeschaltet lassen

Schalten Sie bei Erstinstallation oder Wiederinbetriebnahme Ihres Filtersystems das UVC Vorklärgerät erst nach 4 Wochen ein. So haben die Mikroorganismen genügend Zeit sich im Filter anzusiedeln.


Tipp 3 – UVC-Leuchtröhre nach etwa 8000 Betriebstunden wechseln

Die UVC-Röhren haben eine Lebensdauer von ca. 8000 Stunden. Dies entspricht einer Teichsaison von Frühjahr bis Herbst.

Achtung: Die UVC-Röhre leuchtet auch nach dieser Zeit weiter. Allerdings sind die UVC-Lichtwellen danach absolut wirkungslos. Wechseln Sie deshalb bei Installation Ihres Filtersystems im Frühjahr die UVC-Röhre jedes Jahr aus. Damit ist der optimale Wirkungsgrad Ihres Filtersystems gewährleistet.

Zusatz-Tipp:
Das Schutzglas (Quarzglas) der UVC-Röhren sollte immer sauber sein. Gute UVC-Vorklärgeräte besitzen eine automatische Reinigungsfunktion, um einen dauerhaft hohen Wirkungsgrad zu gewährleisten.

Bild links: Verdreckte UVC-Röhre:
UVC-Strahlung wird blockiert, geringe Effizienz
Bild rechts: Saubere UVC-Röhre:
UVC-Strahlen können optimal wirken, Algen werden
verklumpt, der Teich wird klarer.

Tipp 4 – Filter nicht „klinisch rein“ reinigen

Reinigen Sie Ihren Filter nicht klinisch rein. Drücken Sie die Filterschwämme nur leicht aus. Lassen Sie auf dem Filterboden stets noch eine Schlammschicht von etwa 5 cm.

Alles schon erlebt:
Vor ein paar Jahren war ich bei einem Kunden vor Ort, der trotz passendem Filtersystems und spärlichem Fischbesatz extreme Probleme mit Algen hatte. Ich konnte an der Anlage keine Fehler entdecken.

Doch im Gespräch stellte sich folgendes heraus: Jeden Samstag baute der Mann die Filteranlage ab. Und während er das Auto putze brachte die Dame des Hauses den Teichfilter auf Hochglanz. Mit einem handelsüblichen Haushaltsreiniger wurde das gute Stück innen und außen gründlich gereinigt.

Besondere Mühe hatte die Frau mit der Reinigung der Schwämme, da diese besonders „schlammig“ waren. Nach ein paar aufklärenden Worten waren beide erleichtert. Die wöchentliche „Zusatzarbeit“ am Samstag konnte getrost gestrichen werden und der Teichfilter konnte endlich seine optimale Wirkung entfalten…


Es war sicherlich gut gemeint, aber weniger ist oft mehr….

Ich wünschen Ihnen, einen schönen Start in die neue Teichsaison.

Jürgen Saladin www.teichreport.de